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Denkmalschutz in Würselen:
Förderung von Maßnahmen an Baudenkmälern

 

 

 

 

Direkte Förderung: Bundes-, Landes- und EU-Mittel

 

In jährlich aufgestellten Förderprogrammen stellen Land, Bund und EU Mittel, in der Regel als zinsgünstige Darlehen, für den Erhalt oder die Modernisierung denkmalgeschützter Bausubstanz zur Verfügung.

 

Für Vorhaben zur Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden mit wohnwirtschaftlichen Zwecken legt das Land Nordrhein-Westfalen ein entsprechendes Darlehensprogramm (Förderung selbst genutzten Wohnraums - Denkmalgerechte Erneuerung) auf. Förderzweck ist der Erhalt und die Modernisierung des denkmalgeschützen oder denkmalwerten und/oder städtebaulich und baukulturell erhaltenswerten Wohngebäudes und des privaten Wohnumfelds. Förderfähig sind alle baulichen Maßnahmen zur Modernisierung und Instandsetzung, die nach Art und Umfang zur Erhaltung, Nutzung und Modernisierung des Wohngebäudes und des privaten Umfelds geeignet sind.

 

Daneben stehen unter bestimmten Voraussetzungen auch Zinsgünstige Darlehen für Vorhaben zur Instandhaltung und Sanierung von nicht zu Wohnzwecken genutzten Baudenkmälern sowie Mittel der Stadterneuerung des Bundes bzw. des Landes zur Erhaltung von Baudenkmälern zur Verfügung.

 

Der „Förderlotse“ der NRW.Bank informiert Sie umfassend über Fördermittel des Landes, des Bundes und der EU:

 

>Informationen der NRW.Bank über aktuelle Förderprogramme

 

Finanzielle Mittel der Stadt zur Denkmalförderung stehen aufgrund der Haushaltslage leider nicht zur Verfügung.

 

 

Indirekte Förderung durch steuerliche Vergünstigungen

 

Zur indirekten Förderung denkmalpflegerischer Maßnahmen können weiterhin steuerliche Vorteile in Anspruch genommen werden. Die Untere Denkmalbehörde erteilt hierfür auf Antrag Auskünfte, Bescheinigungen und Grundlagenbescheide.

 

Neben der direkten Förderung, die über die Kommunen und Bezirksregierungen organisiert wird, schaffen Steuererleichterungen insbesondere im Einkommenssteuerrecht einen Anreiz, privates Kapital für die Erhaltung von Denkmälern einzusetzen. Sie sind ein Ausgleich für die Last der Erhaltung von Kulturgütern im Interesse der Allgemeinheit. Über die Möglichkeiten, Steuervergünstigungen für die Pflege und Erhaltung von Denkmälern in Anspruch zu nehmen, informiert die Broschüre "Steuertipps für Denkmaleigentümer", die 2009 vom Ministerium für Bauen und Verkehr in Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium des Landes NRW herausgegeben wurde.

 

>Broschüre "Steuertipps für Denkmäler"

 

Die Inanspruchnahme von Steuermitteln bei Baudenkmälern hängt sowohl von denkmalrechtlichen, als auch von steuerrechtlichen Voraussetzungen ab. Steuerliche Voraussetzungen sind ausschließlich von den Finanzbehörden zu prüfen.

 

Denkmalrechtlich können erhöhte Absetzungen nur dann geltend gemacht werden, wenn durch eine Bescheinigung der Unteren Denkmalbehörde nach § 40 DSchG die Denkmaleigenschaft des Gebäudes sowie die Höhe der denkmalrechtlich begünstigten Aufwendungen gegenüber dem Finanzamt nachgewiesen werden.

 

Die Bescheinigung ist schriftlich unter Verwendung des nachfolgenden Formulares zu beantragen. Dem Antrag sind alle Angaben und Belege beizufügen, die zur Beurteilung der denkmalrechtlichen Begünstigung der geltend gemachten Aufwendungen erforderlich sind. Einzelheiten hierzu entnehmen Sie bitte dem als Download zur Verfügung gestellten Merkblatt zur steuerlichen Bescheinigung.

 

>Antrag nach § 40 DSchG

 

>Merkblatt zum Antrag nach § 40 DSchG

 

 

Wichtiger Hinweis: Grundvoraussetzung einer steuerlichen Bescheinigung sind Baumaßnahmen, die nach Art und Umfang zur Erhaltung des Gebäudes als Baudenkmal oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich sind. Nicht alles, was denkmalrechtlich erlaubt und denkmalpflegerisch vertretbar ist, kann auch als „erforderlich“ steuerlich begünstigt werden. Klären Sie dies bitte schon in der Vorberatung oder im Rahmen des Erlaubnisverfahrens mit der Unteren Denkmalbehörde.

 

Weitere Grundvoraussetzung für die Bescheinigung ist die Abstimmung der Maßnahme mit der Unteren Denkmalbehörde vor Ausführungsbeginn. Ist eine vorherige Abstimmung unterblieben, liegen die Voraussetzungen für die Erteilung der Bescheinigung nicht vor, auch wenn die Denkmaleigenschaft nach Abschluss der Baumaßnahme noch vorhanden ist. Die fehlende vorherige Abstimmung kann nicht nachträglich ersetzt werden, auch nicht durch die nachträgliche Erteilung einer Baugenehmigung oder einer denkmalrechtlichen Erlaubnis. Selbiges gilt natürlich für Abweichungen von der Erlaubnis und/oder von der Baugenehmigung. Jede Änderung oder Abweichung bedarf einer erneuten vorherigen Abstimmung.

 

Die Erteilung einer Bescheinigung nach § 40 DSchG  ist gebührenpflichtig. Die Gebühr ist abhängig von der Höhe der bescheinigten denkmalbedingten Aufwendungen. Bis 5.000 Euro ist die Bescheinigung gebührenfrei. Über 5.000 Euro fallen Gebühren in folgender Höhe an:

 

  • bis 250.000 Euro: 1,0 Prozent des bescheinigten Betrages (einschließlich der ersten 5.000 Euro)
  • über 250.000 Euro bis 500.000 Euro: 2.500 Euro plus 0,5 Prozent des Betrages, der 250.000 Euro überschreitet
  • über 500.000 Euro: 3.750 Euro plus 0,25 Prozent des Betrages, der 500.000 Euro überschreitet.


Die maximale Gebühr beträgt 25.000 Euro.