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Denkmalschutz in Würselen:
Denkmalliste

 

 

 

 

Baudenkmäler, Bodendenkmäler und bestimmte bewegliche Denkmäler werden in die sogenannte Denkmalliste eingetragen. Die Liste wird von der Unteren Denkmalbehörde geführt. Mit der Eintragung wird das Denkmal unter den besonderen Schutz des Denkmalrechts gestellt.

 

Es handelt sich daher bei der förmlichen Denkmalliste um viel mehr als eine reine Auflistung aller Denkmäler im Stadtgebiet.

 

 

Bau- und Bodendenkmäler in Würselen

 

Eine Auflistung der Bau- und Bodendenkmäler in Würselen steht hier zum Download zur Verfügung:

 

>Baudenkmäler in Würselen

 

>Bodendenkmäler in Würselen

 

 

Denkmalliste nach § 3 Denkmalschutzgesetz (DSchG) NRW

 

Form, Inhalt und Wirkung der Denkmalliste:


Anders, als es der Wortlaut vermuten lässt, handelt es sich in NRW bei der Denkmalliste nicht um eine reine Auflistung des Denkmalbestandes in einer Stadt. Konstitutive Denkmallisten wie in NRW dienen vielmehr nicht nur der Inventarisierung, sondern sind verwaltungsrechtliche Werkzeuge: Ein Denkmal ist erst gesetzlich geschützt, wenn es durch einen bestandskräftigen Verwaltungsakt in die Liste der jeweiligen Stadt aufgenommen wurde.


Die Denkmalliste gliedert sich in folgende Teile:

 

  • A - die Liste der Baudenkmäler,
  • B - die Liste der ortsfesten Bodendenkmäler,
  • C - die Liste der beweglichen Denkmäler,
  • D - die Liste der Denkmalbereiche.


Innerhalb dieser Gliederung sind die entsprechenden Denkmäler fortlaufend nummeriert.  

 

Die Denkmalliste wird nach einem Karteikartensystem geführt; das heißt, für jedes Denkmal wird aufgrund einer Eintragungsverfügung eine „Karte“ angelegt, auf der die Kurzbezeichnung des Denkmals, die lagemäßige Bezeichnung des Denkmals (Koordinatenbezeichnung oder Straßenname und Hausnummer oder Grundbuchbezeichnung), die Darstellung der wesentlichen charakteristischen Merkmale des Denkmals und der Tag der Eintragung zwingend zu vermerken sind.
 


Das Eintragungsverfahren:
 

Eingeleitet wird das Eintragungsverfahren von Amts wegen, auf Antrag des Eigentümers oder auf Antrag des Landschaftsverbandes. Zuständig für die Bearbeitung und Eintragung eines Denkmals in die Denkmalliste ist die Stadt als Untere Denkmalbehörde.

 

Im ersten Schritt wird geprüft, ob das vorgeschlagene Objekt die nötigen Denkmaleigenschaften nach dem DSchG besitzt. Dies erfolgt durch die Benehmensherstellung der Unteren Denkmalbehörde mit dem Landschaftsverband. Das dort angesiedelte Amt für Denkmalpflege (Denkmalfachbehörde) erstellt im Rahmen dieses Verfahrensschrittes eine ausführliche Denkmalwertbegründung, die nach den verschiedenen Kriterien des DSchG die Bedeutung des Objektes darlegt.

 

Vor der Eintragung in die Denkmalliste erfolgt eine schriftliche Anhörung des Eigentümers und/oder Nutzungsberechtigten. Im Rahmen dieses Anhörungsverfahrens kann der Betroffene sich – positiv oder negativ – zur beabsichtigten Unterschutzstellung äußern. In jedem Fall werden seine Äußerungen geprüft und, soweit denkmalrechtlich vertretbar, berücksichtigt. Bei der Beurteilung des Denkmalwertes erfolgt allerdings keine Abwägung mit anderen öffentlichen oder privaten Interessen. Wird der Denkmalwert festgestellt, ist das Objekt einzutragen. Eine Abwägung erfolgt erst auf der zweiten Stufe, wenn an Bau- oder Bodendenkmälern oder in der Nähe solcher Denkmäler Maßnahmen durchgeführt werden sollen.

 

Ist das Objekt in die Denkmalliste aufgenommen, wird dem Eigentümer dies förmlich bekanntgegeben. Er kann dann innerhalb eines Monats Klage vor dem Verwaltungsgericht erheben. Wird das Objekt nicht in die Denkmalliste aufgenommen, kann der Eigentümer/der Nutzungsberechtigte eine Unterschutzstellung nicht gerichtlich erzwingen. Die Eintragung ist von Amts wegen zu löschen, wenn die Eintragungsvoraussetzungen nicht mehr vorliegen.

 

Eintragungen in die Denkmalliste sind, auch wenn sie von den Eigentümern beantragt werden, immer gebührenfrei.