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Klimaschutz in Würselen:
Kommunales Energiemanagement

 

 

 

 

Die Stadt Würselen bemüht sich nicht erst seit der Erarbeitung eines kommunalen Energieleitbildes im Jahr 2007 und der Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes im Jahr 2009 Energie zu sparen und damit Kosten zu senken und CO2-Emissionen zu reduzieren. Schon seit 2001 erstellt der Bereich Gebäudetechnik-/Energiemanagement der Stadt jedes Jahr eine detaillierte Aufstellung zu den Verbräuchen in den einzelnen kommunalen Gebäuden und gibt die analysierten Daten dann als Energiebericht aus.

 

Im Folgenden werden zunächst die Verbrauchsentwicklungen von Wasser, Wärme und Strom für den Zeitraum 2001 bis 2011 genauer vorgestellt, bevor abschließend ein kleiner Ausblick auf die angestrebte zukünftige Entwicklung gegeben wird.

 

 

Wasserverbrauchsentwicklung

 

Wie man an der Graphik zum Wasserverbrauch aller kommunalen Einrichtungen erkennen kann, ist die Menge an benötigtem Frischwasser deutlich rückläufig. Insgesamt konnte der Verbrauch zwischen 2001 und 2011 durch verschiedene technische Maßnahmen um 26,2% reduziert werden.

 

Auffällig ist jedoch der starke Ausreißer nach oben im Jahr 2006. Dieser setzt sich aus einem äußerst trockenen Sommer, mit dem damit verbundenen Bewässerungsbedarf der Rasensportflächen und einem außerordentlichen Wasserverlust in Folge mehrerer Rohrbrüche zusammen.

 

Der gesenkte Wasserverbrauch führt dazu, dass im Jahr 2011, im Vergleich zum Jahr 2001, die Kosten inklusiver etwaiger Kanalbenutzungsgebühren um etwa 37.400 Euro/Jahr reduziert wurden. Der Wasserverbrauch erreichte dabei im Jahr 2011 einen absoluten Tiefpunkt im Betrachtungszeitraum.

 

 

 Wasserverbrauchsentwicklung

 

Bei der Entwicklung des Wärmeverbrauchs aller kommunalen Einrichtungen ist ebenfalls ein deutlicher Abfall festzustellen. Seit 2001 konnte der Verbrauch um 34,8% reduziert werden, was einer eingesparten Heizölmenge von 434.500 Litern/Jahr gleichkommt. Dies entspricht bei den aktuellen Arbeitspreisen für Wärme einer Kostenreduktion von 318.900 Euro/Jahr.

 

Der unverkennbare Abfall des Wärmeverbrauchs zwischen den Jahren 2002 und 2004 hängt dabei insbesondere mit der Bedarfsanpassung der Einstellung regeltechnischer Anlagen von Heizungen und Lüftungen, aber auch einem verbesserten Nutzerverhalten sowie umfassenden energetischen Sanierungsmaßnahmen im kommunalen Gebäudebestand, wie dem Einbau von Wärmeschutzverglasungen oder der Isolierung von Dachflächen, zusammen.

 

 

Stromverbrauchsentwicklung

 

Auch bei der Stromverbrauchsentwicklung konnte der Bereich Gebäudetechnik-/Energiemanagement der Stadt Erfolge erzielen. Der reine Stromverbrauch konnte im Betrachtungszeitraum um 21,4% reduziert werden. Entsprechend der aktuellen Arbeitspreise ergibt sich eine Reduktion der Stromkosten von 73.040 Euro/Jahr.

 

Die Reduktion des Stromverbrauchs hängt dabei mit elektrischen Sanierungsmaßnahmen im kommunalen Gebäudebestand zusammen. Durch eine intensivierte Nutzung der Gebäude kommt es jedoch zu einem erhöhten Stromverbrauch, so dass der Effekt der Sanierungsmaßnahmen teilweise überdeckt wird.

 

Bezogen auf das Referenzjahr 2001 ergeben sich, auf Grund der Verbrauchsreduktion in den Bereichen Wasser, Wärme und Strom, vermiedene Bewirtschaftungskosten von etwa 430.000 Euro/Jahr.

 

Beitrag zur Haushaltsentlastung und zum Klimaschutz
 

Es wird also deutlich, dass der Bereich Gebäudetechnik-/Energiemanagement der Stadt Würselen mit der Umsetzung des kommunalen Energiemanagements einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entlastung des städtischen Haushaltes leistet.

 

Der verminderte Verbrauch in den Bereichen Wärme und Strom führt zudem zu einer beachtlichen Reduktion der CO2-Emissionen im Stadtgebiet. So konnten im Jahr 2011 etwa 1.126 t CO2-Emissionen vermieden werden. Bezogen auf das Jahr 2001 wurden die CO2-Emissionen des kommunalen Gebäudebestandes sogar um 31,28% vermindert, was für den 10-Jahres-Betrachtungszeitraum einer Reduktionsrate von 3,13%/Jahr entspricht. Damit übertrifft der Gebäudebestand der Stadt Würselen die Klimaschutzziele der Bundesregierung, welche bis 2020 eine Minderungspflicht von 40% vorschreibt.

 

Zukünftige Entwicklung
 

Die sehr positive Entwicklung der Verbrauchsdaten in den Bereichen Wasser, Wärme und Strom bedeutet nicht, dass das kommunale Energiemanagement seine Schuldigkeit getan hat. Als fortlaufender Prozess ist es ein zentraler Baustein um die Kosten nachhaltig zu reduzieren und vorhandene Einsparpotentiale ausfindig zu machen und zu nutzen. Neben der Umsetzung von immer wiederkehrendem Sanierungsbedarf an den kommunalen Gebäuden wird der Bereich Gebäudetechnik-/Energiemanagement der Stadt auch in Zukunft mit Optimierungen die Verbrauchsentwicklung positiv beeinflussen. Nur so lassen sich die Ziele der Energiewende erreichen und die Verminderung des CO2-Ausstoßes bis 2050 um 80 bis 95% gegenüber dem Referenzjahr 1990 generieren.