Ehrenbürger der Stadt Würselen
Bevor die Bardenberg, Broichweiden und Würselen im Rahmen der Kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1972 zur neuen Stadt Würselen gebildet wurden, gab es in den früheren Gemeinden Bardenberg und Broichweiden bereits zwei Ehrenbürger, die da sind:
Theodor Genuit, Ehrenbürger der Gemeinde Bardenberg
Theorod Genuit (1846 geboren und am 28. Dezember 1944 verstorben) wurde durch Beschluss des Rates der früheren Gemeinde Bardenberg aus dem Jahre 1925 Ehrenbürger; Theodor Genuit war Rentmeister und Gutsverwalter von Gut und Schloss Ottenfeld. Er wurde anlässlich seines 50jährigen Dienstjubiläums als Rentmeister wegen seiner bis dato 47jährigen Zugehörigkeit zum Rat der Gemeinde Bardenberg zum Ehrenbürger gewählt. Theodor Genuit war insgesamt 68 Jahre Gutsverwalter von Ottenfeld und 55 Jahre Mitglied des Rates der Gemeinde Bardenberg.
Peter Carduck, Ehrenbürger der Gemeinde Broichweiden
Peter Carduck (am 15. März 1883 geboren und am 29. Januar 1963 verstorben) wurde durch Beschluss des Rates der früheren Gemeinde Broichweiden vom 18. Dezember 1959 Ehrenbürger; Peter Carduck war während der Jahre 1948 bis 1956 Bürgermeister der früheren Gemeinde Broichweiden und bekam das Ehrenbürgerrecht aufgrund der langen Dienstzeit als Bürgermeister und wegen seiner vorherigen Verdienste als Ratsmitglied verliehen.
Pfarrer Dr. Josef Thomé, Ehrenbürger der Gemeinde Würselen
Pfarrer Dr. Josef Thomé (am 2. Juni 1891 geboren und am 10. Juli 1980 verstorben) wurde durch Beschluss des Rates der früheren Gemeinde Würselen vom 18. Mai 1971 das Ehrenbürgerrecht verliehen; der Festakt zur Übertragung des Ehrenbürgerrechts fand am 1. Juni 1971 anlässlich der Vollendung des 80. Lebensjahres des katholischen Geistlichen statt. Pfarrer Dr. Josef Thomé war 43 Jahre lang Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde Sankt Balbina in Morsbach, Ehrendoktor der Katholischen Fakultät Münster, Träger des Ehrenringes der Stadt Würselen und Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Wilhelm Gülpen, Ehrenbürger der Stadt Würselen
Wilhelm Gülpen (am 4. November 1911 geboren und am 26. Oktober 1984 verstorben) wurde durch Beschluss des Rates der Stadt Würselen vom 15. Dezember 1981 das Ehrenbürgerrecht verliehen; der Festakt zur Übertragung des Ehrenbürgerrechts fand am 2. März 1982 statt. Wilhelm Gülpen wurde durch die Verleihung der Ehrenbürgerrechte geehrt wegen seiner Verdienste als langjähriger Bürgermeister der Stadt Würselen, als Stadtverordneter mit den bis dato meisetn Dienstjahren und als Repräsentant der Aufbaugeneration nach dem Kriege.

Bischof Ludwig Herbst und seine Schwester Gertrud Herbst, Ehrenbürger der Stadt Würselen
Bischof Ludwig Herbst (1925 geboren) und seine Schwester Gertrud Herbst (geboren am 9. Januar 1928) wurden durch Beschluss des Rates der Stadt Würselen vom 30. Oktober 2001 das Ehrenbürgerrecht verliehen; der Festakt zur Übertragung des Ehrenbürgerrechts fand am 15. Dezember 2001 statt. Bischof Ludwig Herbst wirkte die größte Zeit seines Lebens missionarisch in der Urwaldmission in Humaita. Seine Schwester Gertrud Herbst unterstützt ihren Bruder dabei von Würselen aus und leistet dabei einen erheblichen Beitrag zur Unterstützung der priesterlichen Abeit. Mit Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahern bat Bischof Ludwig Herbst den Papst um dessen Entpflichtung als Diözesanbischof, wirkt allerdings nach wie vor seelsorgerisch in der Mission weiter. Nicht umsomst wird er daher als der "Bischof aus Würselen" betitelt.

August Liebenwein, Ehrenbürger der Stadt Würselen
August Liebenwein (am 7. Oktober 1931 geboren) wurde aufgrund einstimmigen Beschlusses des Rates der Stadt Würselen vom 26. Oktober 2006 zum Ehrenbürger bestellt. Bürgermeister Werner Breuer vollzog die Ernennung im Rahmen eines Festaktes vier Tage vor dem Weihnachtsfest 2006. Am 20. Dezember 2006 folgten zahlreiche Gäste der Ernennung des neuen Würselener Ehrenbürgers im großen Sitzungssaal des Rathauses auf dem Morlaixplatz. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Gisela und seinen Kindern und Enkelkindern folgte August Liebenwein dem festlichen Zeremoniell, das musikalisch getragen wurde durch ein Mandolinenquartett.
August Liebenwein hatte 44 Jahre lang das Kulturarchiv der Stadt Würselen - ehrenamtlich ! - auf- später ausgebaut und schließlich gehütet und bewahrt. Oft mußte er mit diesem umziehen und dabei häufig das ihm übertragene Kulturgut unter schlechten Bedingungen schützen. Seit 1989 hat das Kulturarchiv der Stadt Würselen eine feste Unterkunft im Kulturzentrum "Altes Rathaus" gefunden.

Ehrenbürger August Liebenwein verstarb am 13. Oktober 2010 79jährig in seiner Heimatstadt Würselen. Die Stadt Würselen wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
