Aktuell
Präventive Entwicklungsförderung in Kindergärten als ganzheitlicher Ansatz umgesetzt
positives Resumée über die Kooperation mit der Kindertagesstätte Lessingstraße
Würselen (psw). Dass der Blick von außen und mit Abstand auf alle Facetten eines Kindes
wichtig ist, wird anhand eines konkreten Kooperationsbeispieles der Stadt Würselen in der
Kindertagesstätte Lessingstraße überdeutlich.Seit zwei Jahren arbeitet Angelika Fechtelpeter
als Logopädin und systemische Familienberaterin an der städtischen Kindertagesstätte
Lessingstraße und hat dabei im persönlichen Umgang mit Kindern, Eltern,
Kndertagesstättenteam aber auch weiterer Beteiligter viele Erfahrungen sammeln können.
Dass dieses Projekt überhaupt so zustande kam, verdankt die städtische Kindertagesstätte dem
Engagement des Fördervereins des sozialpädiatrischen Zentrums Aachen Hilfe für
entwicklungsgestörte und behinderte Kinder eV., kurz SPZ, sowie dem Hilfswerk des
Würselener Lions-Club, die die Finanzierung des Projektes sicherstellten. Mit einer
Fördersumme von 15.000 €uro jährlich sind die entstehenden Kosten gedeckt, so dass
Angelika Fechtelpeter drei mal in der Woche in der Einrichtung aktiv fördernd tätig sein
kann. Dank sagte Marie-Luise Frank als Leiterin der städtischen Einrichtung den
Unterstützern anlässlich einer Informationsveranstaltung, auf der das Projekt im Detail
nochmals vorgestellt wurde. Kurz und prägnant lautet das Projekt PEK,
was „präventive Entwicklungsförderung in Kindergärten“ bedeutet. Heidi Schaar von der
Stadt Würselen führte aus, dass es immer wichtiger sei, frühzeitig, damit präventiv, auf die
kindliche Entwicklung fördernd einzuwirken. Andrea Prym, die Vorsitzende des
Fördervereins des SPZ wusste gar zu berichten, dass nach einer Auskunft eines Kinderarztes
heute zwölf Prozent der kindlichen Erkrankungen aufgrund sozialer Hintergründe ausgelöst
werden. Für sie ein Grund mehr, als Förderverein aktiv Projekte wie das PEK zu unterstützen.
Sie wiederum freute sich über die finanzielle Unterstützung durch das Hilfswerk des
Würselener Lions-Club. Präsident Herbert Mack war mit weiteren Vorstandskollegen in die
Kindertagesstätte gekommen, um sich vor Ort über das Projekt informieren zu lassen.
In den vergangenen Jahren hat Angelika Fechtelpeter viele Kinder dabei individuell fördern
können. Dabei resumierte sie, dass etwa ein bis zwei Kinder in jeder Gruppe durch sie
gefördert werden. Marie-Luise Frank betonte, dass sich die freiberufliche Logopädin dabei
sehr in die alltägliche Kindertagesstätten-Arbeit integriert habe und ihre Arbeit durch das
KiTa-Team hoch gewertschätzt werde. „Das Projekt selber zeichnet sich durch dessen
Vernetzung aus“, betonte Angelika Fechtelpeter, „so dass beteiligte Personen und
Organisationen, vor allem aber die Kinder selber, deren Erziehungsberechtigte und das
pädagogische Team der Kindertagesstätte eng in jede Förderung einbezogen sind“.
Dadurch sei vor allem ein ganzheitlicher Blick gewährleistet.
Seitens der Stadt Würselen dankte der Erste Beigeordnete, Werner Birmanns, unter anderem
verantwortlich für den Jugendbereich der „Düvelstadt“, den finanziellen wie ideellen
Unterstützern des Projektes vor Ort, das in der Kindertagesstätte Lessingstraße für Würselen
einmalig ist.
Herausgegeben am 03.02.2010 / Pressestelle der Stadt Würselen – Bernd Schaffrath
