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Wed Dec 06 14:31:00 CET 2017

Neue Konzeption des städtischen Familienzentrums Lebens-Spiel-Raum vorgestellt

Broschüre vertieft Einblick in die Arbeit des städtischen Familienzentrums



Birgit Bieleit, Fachberaterin der Stadt Würselen für Kindertagesbetreuung, Teamleiterin Svenja Willeke, Beigeordneter Roger Nießen, Fachdienstleiter Herbert Zierden, Leiterin Renate Rütters, stellen die neue Konzeption vor

 

Würselen (psw). Im städtischen Familienzentrum Lebens-Spiel-Raum in der Gerh.-Hauptmann-Straße stellte Leiterin Renate Rütters jetzt die neue Konzeption vor, an der sie gemeinsam mit ihrem Team in den letzten 12 Monaten gearbeitet hatte und die sich an alle Interessierten richtet. Zu dem Informationsgespräch waren von der Stadt Würselen Svenja Willeke, Teamleiterin in der Kinder- und Jugendförderung, Birgit Bieleit, Fachberaterin Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege, Herbert Zierden, Fachdienstleiter Jugend, Schule und Soziales, und Beigeordneter Roger Nießen erschienen, sowie Elternratsvorsitzender Stefan Kriescher, die sich bei der Gelegenheit einen Eindruck von der wertvollen pädagogischen Arbeit in der städtischen Einrichtung verschaffen konnten.
„Die Erarbeitung unserer Konzeption, die sich über ein Jahr hinzog, erfordert von uns zunächst die Reflexion der eigenen Arbeit“, erklärt Renate Rütters. „In vielen gemeinsamen Gesprächen und Teamsitzungen ist schließlich diese Broschüre entstanden.“ Mit der Broschüre möchte das Team einen Einblick in seine Arbeit geben und über einen wichtigen Zeitabschnitt im Leben der Kinder informieren. Das Layout wurde von Andrea Claessen, Fa. Gloria Design aus Aachen, entwickelt und ist eng an das Logo des Familienzentrums angelehnt, das vor 15 Jahren im Rahmen der damaligen Qualitätsentwicklung entstanden und seither die Philosophie der Einrichtung ist.
Im städtischen Familienzentrum Lebens-Spiel-Raum stehen 60 Plätzen zur Verfügung, die zwei- bis sechsjährigen Kinder werden in drei altersgemischten Gruppen von jeweils drei Fachkräften begleitet. „Im Mittelpunkt stehen hier die Kinder, mit all ihren Fähigkeiten“, so Rütters. „Sie sollen sich bei uns wohl und geborgen fühlen. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich mit anderen sozial zu erleben und Verantwortung für ihr Verhalten - sich selbst und der Gruppe gegenüber - zu übernehmen.“ Durch das großzügige Raumangebot nach dem Umbau im Herbst 2016 und das vielfältige Bildungsangebot können die Kinder ihrem Entdeckergeist nachgehen und die Voraussetzungen für eine gute Schulreife werden geschaffen.
„In der neuen Konzeption findet auch das Thema der Partizipation einen Platz“, erläutert Renate Rütters einige Inhalte. „Partizipation in unserem Kindergarten stellt für Kinder eine erste Erfahrung mit Demokratie - Freiheit, Solidarität, Gleichberechtigung - dar. Für uns heißt das, dass Kinder ihren Alltag in unserem Kindergarten aktiv mitgestalten können, so nehmen Sie beispielsweise aktiv an der Essenbestellung teil und erstellen so ihren Mittagsplan eigenverantwortlich.“
Weitere Schwerpunkte der Konzeption sind: Die Wichtigkeit des Spielens, das Berliner Modell (Eingewöhnungszeit) und die Marte-Meo-Methode. Die Marte-Meo-Methode bildet die Basis für die pädagogische Arbeit; bei dieser Methode geht es darum, den Blick auf das Positive zu lenken, was Kinder wachsen lässt, da sie sich ernst genommen fühlen.
Das Fachpersonal ist ausgebildet, die Zeit mit den Kindern kreativ, sinnvoll und entwicklungsfördernd zu verbringen. „Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die Kinder eine gute Beziehung zu den Erzieherinnen aufbauen können, damit sie sich sicher fühlen und ihrem Tatendrang nachgehen können. ‚Lernen setzt Beziehung voraus‘, so hat es einmal der Neurobiologe Gerald Hüther auf den Punkt gebracht.“
Auch die Eltern werden eng in die pädagogische Arbeit einbezogen, denn die Einrichtung ist für Kinder, für das Personal und auch für die Eltern Lern,- Spiel- und Lebensraum. Nicht nur die Kinder lernen hier, sich in eine Gruppe zu integrieren, auch Eltern schließen neue Kontakte. Das Personal, als bestehende Gruppe, wird immer in neue Lernprozesse einbezogen und befindet sich ständig in einer Reflexion zum Kind, zur Gruppe und zu den Eltern. Dadurch soll und wird die Arbeit in der Einrichtung immer lebendig sein und sich weiterentwickeln, ist sich das Team einig. Darüber hinaus zeichnet sich der Lebens-Spiel-Raum als qualifiziertes „Familienzentrum NRW“ als Netzwerk verschiedener familien- und kinderunterstützender Angebote aus und bietet Beratung und Hilfe in vielen Lebenslagen. U. a. arbeitet das Team eng mit den Vereinen Türöffner e.V. und Asyl e.V zusammen.
„Unsere Konzeption ist als fortschreibungs- und aktualisierungsfähige Grundlage für unsere Arbeit zu sehen“, betont Leiterin Renate Rütters. „Das Leben mit Kindern lässt schließlich kein allgemeingültiges Rezept zu.“

Das städtische Familienzentrum Lebens-Spiel-Raum bietet:

  • Ein Zentrum für Kinder mit pädagogischen Bildungs-Angeboten, zusätzlichen Sprachförderangeboten, Marte Meo-Pädagogik nach Maria Aarts;
  • ein Bildungszentrum für Eltern und Familien mit Veranstaltungen für Eltern zur Elternbildung mit internen und externen Fachreferenten, Integrationshilfen für Familien mit Migrationshintergrund, Zusammenarbeit mit den Grundschulen, Weitervermittlung an die Tagespflegevermittlung des Jugendamtes;
  • ein Begegnungs- und Kontaktzentrum mit Festen und Feiern, Elterncafé, Väteraktionen, Ausflügen, Projekten für Familien, Joga, autogenem Training, Spielgruppen für Kinder ab einem Jahr;
  • ein Beratungs- und Vermittlungszentrum mit Marte -Meo-Beratung, Kursen zur Stärkung der Erziehungskompetenzen, „FuN“ Kursen, Elternberatung in Erziehungsfragen durch die Beratungsstelle der StädteRegion Aachen, „Frühwarnsystem", Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes, Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt der StädteRegion, Kinderärzten, Frühförderstellen, Logopäden und Ergotherapeuten.

 

Herausgegeben am 06.12.2017 / Pressestelle Stadt Würselen – Miriam Ameri