Brunnen am Lindenplatz bei Nacht. Hellerleuchtet durch die Straßenlaternen. Im Hintergrund der Maibaum der Bissener Maigesellschaft.Eine Kappelle im Sonnenlicht, Ein großer Baum und Steine im Vordergrund; Würselen PleyHerbstmorgen im Wurmtal; leichter Nebel zieht in der aufgehenden Sonne über Wiesen und BäumePfarrkirche St. Sebastian in herbstlichem Sonnenlicht

Lupenräume

Die fünf ‘Lupenräume’ sollen vertieft betrachtet werden. Sie wurden ausgewählt, da hier absehbar besonderer Handlungsbedarf besteht. Wie sich diese Lupenräume zukünftig entwickeln können, soll im Rahmen des Entwicklungsplans Broichweiden diskutiert und vorbereitet werden. Die zukünftige Gestaltung des Kinkartz-Geändes wird über einen Landeswettbewerb ‘Bauen mit Holz’ vorbereitet und ist daher nicht Gegenstand des Entwicklungsplans. Weitere Bereiche können gerne benannt werden Mitmachen.

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Sportanlage Parkstraße – Marktplatz

4_Lupenraum_Sportanlage-Markt

Der Sportstandort an der Parkstraße soll umgestaltet und neu organisiert werden. Die Sporthallen sind baulich in einem sehr schlechten Zustand und genügen nicht mehr den Anforderungen an einen ordnungsgemäßen Sportbetrieb. Während die kleine Halle am Marktplatz bereits geschlossen ist, soll auch die große Halle an der Parkstraße kurzfristig durch einen Neubau ersetzt werden.

Die Zukunft des Handballsports für den Breiten- als auch den Leistungssport soll nachhaltig gesichert werden. Verschiedene Überlegungen ließen sich bisher nicht umsetzen, da der Spielbetrieb zum Schutz der Anwohner*innen vor Lärm nur in einem eingeschränkten Zeitfenster möglich ist. Mit der Fusion der beiden Fußballvereine Rhenania und Teutonia im Frühjahr 2021 und der Verlegung des Sportbetriebs der Fußballer an die Kauseneichsgasse ergibt sich jedoch eine neue Situation in Broichweiden. Dies betrifft sowohl die räumlichen Möglichkeiten als auch mögliche Lösungen für die bisher großen Schallschutzprobleme.

Die Broichweidener Vereine haben die Nutzungszeiten der Halle der verschiedenen Sportgruppen, der Schulen und Kitas sowie ihren Trainingsbedarf analysiert und ihre Anforderungen für einen Neubau zusammengestellt. Aktuell benötigt werden eine 3-fach-Halle sowie eine 2-fach-Halle für die jeweiligen Anforderungen an den Leistungs- und Breitensport mit Umkleideräumen, Sanitäranlagen, Aufenthaltsräumen u.a.m. Außerdem sind 160 Parkplätze erforderlich.

Um eine Lösung zu finden, wie das Gelände des Sportareals und des Marktplatzes bis zur Hauptstraße umgestaltet werden kann, ist ein beschränkter Wettbewerb geplant. Dabei sind die Anforderungen anderer Vereine, wie z. B. einen Zeltplatz für das Jungenspiel ebenso zu berücksichtigen wie die Interessen der Nachbarschaft. Zudem werden Ideen gesucht, wie der Marktplatz neu gestaltet und belebt werden kann, z. B. mit Wohnbebauung, kleinerem Einzelhandel oder Gastronomie. Es sind aber auch Freiflächen vorgesehen, die zum Aufenthalt einladen.

Haben Sie Ideen oder Anregungen? Sie sind herzlich eingeladen, sich unter Mitmachen zu beteiligen.

Hauptstraße

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Mit dem Bau der Umgehungsstraße L 223n zwischen Birk und Merzbrück, dem neuen Autobahnanschluss 5a an der A 44 sowie der im Jahr 2011 eröffneten neuen Kreisstraße 34 parallel zur Autobahn war die Hoffnung verbunden, die Hauptstraße als ehemalige Bundesstraße B 1 vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Die Verkehrsbelastung ist seitdem deutlich von knapp 15.000 KFZ pro Tag im Jahr 2005 auf rund 9.400 KFZ pro Tag im Jahr 2015 gesunken (Zählergebnisse von 2020 liegen zum Stand März 2021 noch nicht vor). Dennoch trennt die Hauptstraße Broichweiden nach wie vor in einen westlichen und einen östlichen Bereich. Die Verkehrsbelastung, die schmalen Fußwege und die am Straßenrand parkenden Fahrzeuge laden nicht zum Aufenthalt ein und beeinträchtigen zudem die Verkehrssicherheit.

Zusammen mit der Neugestaltung des Marktplatzes soll daher auch die Hauptstraße im Bereich der Luciakirche umgestaltet werden.

Haben Sie Vorschläge, wie die Hauptstraße sicher gequert werden kann oder die Wartezeit an den beiden Bushaltestellen angenehmer werden kann? Sie sind herzlich eingeladen, sich mit Ihren Ideen unter Mitmachen zu beteiligen.

Jodokusplatz

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Der Jodokusplatz birgt eine 2000-jährige Geschichte. Hier kreuzten sich zwei wichtige Handelsstraßen: die in Südwest-Nordost-Richtung verlaufende Römerstraße von Aachen nach Jülich im heutigen Verlauf der Hauptstraße / Jülicher Straße sowie in Ost-West-Richtung die sogenannte Aachen-Frankfurter Heerstraße. Sie ist heute in Broichweiden nur noch im Verlauf der Eschweiler Straße / Dorfgasse ablesbar. Zugleich führte der Aachener Landgraben als Grenze zwischen Aachener Reich und Herzogtum Jülich über den heutigen Jodokusplatz. Diese Linie bildete auch während der Franzosenzeit von 1798 bis 1814 die Grenze zwischen den eigenständigen Gemeinden Broich mit Vorweiden und Weiden. Genau an diesem Grenzübergang (Grindel) und der Schnittstelle der beiden Straßen, entstand auf beiden Seiten eine kleine Ansiedlung mit Zollstation, Gasthäusern und einem Hospital. > Historie.

Die Jodokuskapelle (erste Erwähnung aus dem 14. Jhdt.) stand mitten auf der Grenze des Aachener Reichs und des Herzogtums Jülich. Sie wurde in den folgenden Jahrhunderten erweitert und etwas versetzt neu gebaut, bis sie nach dem Neubau der Kirche St. Lucia 1904 abgerissen wurde. 2001 wurde der Jodokusplatz, der bis dahin eine Grünanlage war, mit Städtebauförderungsmitteln umgebaut. Dieser neue Platz sollte neben dem Marktplatz einen neuen Ortsmittelpunkt bilden, der auch für Veranstaltungen und Feste genutzt wird. Heute wird dieser Platz, der inzwischen als Bodendenkmal eingetragen ist, wenig genutzt und von dem ehemaligen Wochenmarkt bietet nur noch ein Obst- und Gemüsestand samstags seine Waren an.

Welche Aufgaben könnte dieser Platz zukünftig wahrnehmen? Wie könnte hier ein lebendiger Ort für Broichweiden geschaffen werden? Oder sollte der Platz neu bebaut werden, um den großen, offenem Straßenraum einzufassen?

Sie sind herzlich eingeladen, sich mit Ihren Ideen unter Mitmachen zu beteiligen.

Eschweiler Straße

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Die Eschweiler Straße bildet einen der wenigen heute noch sichtbaren Straßenabschnitte der sogenannte Aachen-Frankfurter Heerstraße, eine der wichtigsten Handels- und Pilgerstraßen im Mittelalter. Historie

Diese historische Entwicklung spiegelt sich bis heute im Straßenbild wider. Neben über 200 Jahre alten, ehemals landwirtschaftlich genutzten und zum Teil unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden finden sich neuere Gebäude aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Die Gebäude sind zum Teil an alten Grundstücksgrenzen ausgerichtet und stehen daher nicht überall parallel zum Straßenverlauf. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Abstände der sich gegenüberliegenden Gebäude entsteht ein sehr heterogener Straßenraum mit wechselnden Straßenquerschnitten. An einigen Engstellen, wo sich die Gebäude nur 10 m bis 13 m gegenüber stehen, werden auch die Bürgersteige entsprechend schmal und für Fußgänger schwer passierbar.

Nach dem Bau der Umgehungsstraße L 223n im Jahr 2003 wurde die Klassifizierung als Landesstraße zurückgenommen und der von Osten aus Merzbrück und von der Autobahn-Anschlussstelle 5a an der A 44 kommende Verkehr nicht mehr über die Eschweiler Straße ins Ortszentrum Broichweidens gelenkt. Daher bietet sich nun die Möglichkeit, über die Gestaltung des Straßenraums und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung neu nachzudenken.

Sie sind herzlich eingeladen, sich mit Ihren Ideen unter Mitmachen zu beteiligen.

Albert-Schweizer-Schule

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Die ehemalige Förderschule wurde aufgrund rückläufiger Schülerzahlen im Jahr 2015 geschlossen. Aufgrund des erheblichen Sanierungsbedarfs des aus den 1960er Jahren stammenden Gebäudes sind bisher nur Teile der Schulanlage umgenutzt. So bezog nach einem Umbau die Kindertagesstätte Klatschmohn den westlichen um einen neuen Anbau erweiterten Gebäudeteil. Ein weiterer Gebäudekomplex dient seit 2015 als Unterkunft für geflüchtete Menschen. Für sie erfolgte im Jahr 2020 ein Umbau zu einem Asylantenheim mit kleine Wohnungen für Familien. Im Laubengang sind zwei Räume für eine Altenstube eingerichtet, in der (vor den coronabedingten Einschränkungen) regelmäßige Treffen stattfanden. Bereits sehr viel länger steht das ehemalige Lehrschwimmbecken leer.

Haben Sie Vorschläge für weitere Nutzungen in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule? Oder sollten die bisher noch nicht sanierten Bereiche abgerissen und das Gelände neu gestaltet werden?

Sie sind herzlich eingeladen, sich mit Ihren Ideen unter Mitmachen zu beteiligen.