Das Würselener Rathaus vom Morlaixplatz aus fotografiert.

Asiatische Hornisse

Eindämmung der Asiatischen Hornisse

Die Asiatische Hornisse in Würselen: Die invasive Art breitet sich aus – Tipps zum Erkennen und Handeln
Sie stellt unser lokales Ökosystem momentan vor große Herausforderungen: Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist in der Region angekommen. Während die Zahl der Sichtungen in NRW massiv ansteigt – von knapp 400 im Jahr 2023 auf über 1.300 im Jahr 2024 – informiert die Stadt Würselen nun umfassend über Risiken und das richtige Verhalten bei Nestfunden.

Gründungsnest einer Asiatischen Hornisse.
Gründungsnest einer Asiatischen Hornisse.


Gefahr für Biene und Natur

Im Gegensatz zur heimischen Hornisse jagt die asiatische Variante gezielt Honigbienen und Wildbestäuber direkt vor deren Stöcken. „Die Folgen sind gravierend: Sinkende Erträge im Obstbau und eine Bedrohung der Pflanzenvielfalt durch fehlende Bestäubung“, sagt Antonia Seidel von der Stadt Würselen. „Jedes Nest, das wir frühzeitig finden, schützt unsere heimische Insektenwelt.“

Woran erkennt man den „Eindringling“?

Eine Verwechslung mit der geschützten Europäischen Hornisse sollte vermieden werden. Die Merkmale der Asiatischen Hornisse sind:

  • Körper: Überwiegend schwarz (die heimische Art ist gelb-schwarz gemustert).
  • Beine: Charakteristische gelbe Beinenden.
  • Kopf: Schwarz mit orangefarbener Stirn.
  • Größe: Etwas kleiner als die europäische Verwandte.
Bildervergleich einer europaeischen und einer asiatischen Horinisse


Mehr Infos zu dem Tier können Sie in einem Interview mit Thomas Beissel (Wespenberater und Imker) nachhören: https://www.velutina.de/interview-zur-asiatischen-hornisse-im-deutschlandfunk/

Verhalten im Ernstfall: Abstand halten!

Für den Menschen ist die Asiatische Hornisse nicht aggressiver als eine Wespe. Gefährlich wird es jedoch in Nestnähe: Die Tiere verteidigen ihre Kolonien, die bis zu 2.000 Individuen umfassen können, sehr energisch. Sie können ihr schlangenähnliches Gift nicht nur stechen, sondern auch verspritzen und damit in schlimmen Fällen sogar Netzhautablösungen verursachen. Bürger werden gebeten, mehrere Meter Abstand zu halten und keine eigenständigen Entfernungen an großen Sekundärnestern (oft hoch in Bäumen) vorzunehmen.

Melde- und Vorgehensweise in Würselen

Seit 2025 gilt die Art in NRW als etabliert, eine rechtliche Meldepflicht besteht nicht mehr. Dennoch bittet die Stadt Würselen dringend um freiwillige Meldungen, um die Ausbreitung zu dokumentieren:

  • Sichtungen in Würselen - hier melden

    Das Formular wird geladen, einen Moment bitte…
  • Nester in  Naturschutzgebieten

    Meldung per Mail an das Umweltamt der StädteRegion Aachen: Umweltamt@staedteregion-aachen.de

  • Online-Portal

    Funde können zudem direkt über das Neobiota-Portal NRW gemeldet werden:

    Neobiota in NRW - Fundpunkte - Erfassungsformular

Frühjahrshilfe: Gründungsnester erkennen und melden

Im März und April bauen die Königinnen kleine Embryonalnester (z. B. in Schuppen oder Rollladenkästen). Diese sind unten fast ganz verschlossen. Eine Entfernung dieser Nester kann der Entwicklung einer ganzen Population Einhalt gebieten. 

Sollten Sie Nester auf öffentlichen Flächen auffinden, kümmert sich die Stadt darum – private Nester müssen privat entfernt werden. Wenden Sie sich hier gerne an Schädlingsbekämpfer oder Imkerverbände aus der Region.

Die Stadt Würselen dankt den Bürgerinnen und Bürgern, die Nester suchen und melden, für ihren Einsatz und ihren wertvollen Beitrag zum Schutz der Biodiversität in Würselen.