Getreu des diesjährigen Karnevalsmottos im Rathaus „Bonjour Würselen – Fastelovend à la française!“, welches aufgrund des 50-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft mit Morlaix gewählt wurde, begann der Morgen für die Stadtverwaltung zunächst noch gewöhnlich, zumindest für einen Fettdonnerstag im Würselener Rathaus. Bei Croissants und Co. im Trikolore-geschmückten Rathaus rüsteten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den bevorstehenden Ansturm. Die Stimmung war prächtig, die Verteidigungsstrategie schien zu stehen – doch man hatte die Rechnung ohne das Bardenberger Dreigestirn gemacht.

Angriff aus der Luft: Die Feuerwehr hilft nach
Pünktlich um 11:11 Uhr erreichte das Bardenberger Dreigestirn den Morlaixplatz. Vor einer Kulisse aus jubelnden Narren forderten sie lautstark die Herausgabe des Stadtschlüssels. Bürgermeister Roger Nießen, der sich auf dem Rathausbalkon verbarrikadiert hatte, dachte jedoch gar nicht daran, kampflos aufzugeben.
Doch die Jecken bewiesen taktisches Geschick: Mit Unterstützung der Würselener Feuerwehr und deren Drehleiter setzte das Dreigestirn zur Luftlandung an. Das lag darin begründet, dass alle Tollitäten Mitglieder der Feuerwehr sind. Gegen diesen „Angriff von oben“ war die Stadtverwaltung machtlos. Direkt auf dem Balkon musste der Bürgermeister schließlich kapitulieren und den Schlüssel unter großem Jubel abtreten.

Narren an der Macht – Party in der Stadthalle
Nach der erfolgreichen Eroberung gab es kein Halten mehr. Die Stadtverwaltung gab sich geschlagen und tauschte Aktenordner gegen Luftschlangen. Vom Morlaixplatz zog die bunte Karawane weiter in die Stadthalle, wo die große Karnevalsparty stieg. „Gegen so viel Charme und die Unterstützung der Feuerwehr hatten wir keine Chance“, gab sich Bürgermeister Nießen mit einem Augenzwinkern geschlagen.
Bis zum Aschermittwoch haben nun offiziell die Narren das Sagen in der Düvelstadt.
