Gedenken

Gedenkveranstaltung zum 27. Januar – Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar fand in Würselen die Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Organisiert wurde sie von den Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Würselen, zu der alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen waren.

Um 12:30 Uhr begrüßte Kaan Uysal, ein Lehrer der Gesamtschule Würselen, die rund 150 Anwesenden und eröffnete die Veranstaltung. Stellvertretend für Bürgermeister Roger Nießen nahm Thomas Havers teil und hielt eine Rede, die die Wichtigkeit des gemeinsamen Erinnerns in den Vordergrund stellte. 

„Erinnern bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – für die Gegenwart und für die Zukunft. Gerade deshalb ist es von besonderer Bedeutung, dass diese Gedenkveranstaltung von der Gesamtschule Würselen gestaltet wird“, erklärte Havers. „Denn Erinnerungskultur lebt davon, dass Generationen miteinander im Gespräch bleiben. Dass junge Menschen Fragen stellen. Dass wir zuhören. Und dass wir gemeinsam Haltung zeigen.“ 

Danach hatten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 eigene Vorträge zum Thema gehalten. Daraufhin setzte sich ein stiller Marsch vom Alten Rathaus zur Kirche in Bewegung.  Währenddessen läuteten die Glocken der Kirche St. Sebastian und verliehen dem Gedenken eine besonders eindringliche Atmosphäre. Auf dem Kirchvorplatz wurde schließlich mehrere Minuten innegehalten – ein Moment der Stille, der Raum für Nachdenken und Erinnern ließ.

Stiller Marsch vom Alten Rathaus zur Kirche.


Wie bereits in den vergangenen Jahren hatten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche selbst gestaltete Plakate angefertigt, die das Gedenken sichtbar unterstrichen und der Veranstaltung einen persönlichen Ausdruck verliehen.

Insgesamt war es eine sehr gelungene und würdige Gedenkveranstaltung, die zeigte, wie wichtig Erinnerungskultur ist – und dass sie vor allem dann lebendig bleibt, wenn junge Menschen sie aktiv mitgestalten.