Vor etwa einem Jahr startete in Broichweiden ein Experiment in Sachen Stadtgestaltung: 31 Pflanzkübel wurden entlang der Hauptstraße und der Jülicher Straße aufgestellt, um das Erscheinungsbild der Stadt nachhaltig zu verbessern. Heute zieht die Stadt Würselen eine durchweg positive Bilanz. Das Projekt beweist: Wenn Stadt und Bürgerschaft Hand in Hand arbeiten, entstehen bleibende Werte.
Bürgerengagement als tragende Säule
Das damals gewählte Prinzip war ebenso simpel wie mutig: Die Stadt übernahm die Anschaffung der nachhaltigen Kübel aus Recycling-Kunststoff sowie die Erstbepflanzung. Die langfristige Pflege jedoch wurde in die Hände der Anwohnerinnen und Anwohner gelegt.
Heute zeigt sich: Die insgesamt 16 Pflegepatenschaften funktionieren hervorragend. Trotz der Herausforderungen durch unterschiedliche Wetterlagen im vergangenen Jahr sind die Kübel in einem topgepflegten Zustand. „Nur so kann es dauerhaft funktionieren“, sagt Bürgermeister Roger Nießen. „Unsere Bürgerinnen und Bürger haben bewiesen, dass sie bereit sind, Verantwortung für ihr direktes Wohnumfeld zu übernehmen. Das Engagement der Paten ist das Herzstück dieses Projekts.“
Sichtbare Aufwertung des Stadtbildes
Die Initiative war vor einem Jahr aus einer internen Arbeitsgruppe hervorgegangen, die sich kritisch mit der Sauberkeit und Optik städtischer Flächen auseinandergesetzt hatte. Die 31 Kübel in Broichweiden sind dabei ein zentraler Baustein einer größeren Strategie. Hieraus gehen auch andere Veränderungen im Stadtbild hervor, u.a. die Pflanzkaskaden am Markt und an der Kaiserstraße, die sukzessive Neugestaltung von ein bis zwei Kreisverkehren pro Jahr sowie die Verschönerung der Friedhöfe (z.B. durch „Blätter im Wind“).
„Mein ausdrücklicher Dank gilt den fleißigen Kolleginnen und Kollegen des Baubetriebshofes sowie der Interessengemeinschaft Broichweiden, die dieses Projekt von der ersten Sekunde an unterstützt hat“, sagt Nießen. „Ein ganz besonderes Dankeschön richte ich an die Anwohnerinnen und Anwohner, die eine Patenschaft übernommen haben. Ohne ihren Einsatz wäre dieses grünere Stadtbild nicht möglich – sie machen den Unterschied für unser Würselen.“
