Ein wichtiger Termin fand heute Morgen in der Wurmtalschule in Scherberg statt. Gespannt hatte das Schülerparlament zusammen mit Schulleiterin Ulla Pabich die Ankunft von Ministerin Mona Neubaur erwartet. Sie war gemeinsam mit Regierungspräsident Gregor Lange nach Würselen gekommen, um Bürgermeister Roger Nießen den erhofften Förderbescheid persönlich zu überreichen.

Auch Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH, war anwesend sowie die beteiligten Ämter der Stadt Würselen.
In den vergangenen Jahren hat sich in der Grundschule in Scherberg bereits einiges getan. Unter anderem wurden Schülerräume saniert, das Lehrerzimmer mit Sekretariat und Schulleitungsbüro modernisiert, eine neue Mensa mit Aufwärmküche sowie zusätzliche Klassenzimmer und Differenzierungsräume errichtet. Zwei neue Fluchttreppen für mehr Sicherheit wurden installiert und die Außenanlagen erneuert.
"Eine solide Grundlage für den nächsten Schritt“, sagte Bürgermeister Roger Nießen und sprach von energetischer Ertüchtigung für Generationen. "Mit den Fördermitteln werden wir die Trakte A und B einer ganzheitlichen Gebäudesanierung unterziehen." Das Ziel ist ambitioniert und machbar: "Wir senken den Primärenergiebedarf um mindestens 50 Prozent."
Konkret investiert die Stadt Würselen mit den Fördermitteln von Bund und Land:
- Verbesserte Gebäudehülle – neue Fassade, Dach und Fenster für bessere Isolation
- Optimierte Wärmeverteilung und moderne Raumlüftung mit hygienischen Standards
- Erneuerbare Energien wie Photovoltaik und Wärmepumpen
- LED-Beleuchtung für Energieeffizienz
- Gebäudeautomation, die bedarfsgerecht steuert
- Trinkwasserinstallationen
- Barrierefreiheit

Informationen rund um dieses und andere Projekte im Schulbau gibt es unter wuerselen.de/bauprojekte.
Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie vom 12.03.2026
Besser lernen und Energie sparen: Land und Bund fördern die energetische Sanierung der Wurmtalschule in Würselen
Ministerin Neubaur: Der Zustand von Schulgebäuden ist für viele sinnbildlich für den Zustand unserer Gesellschaft, umso wichtiger ist mir die Förderung energetischer Sanierungen – für Kinder, Eltern, Lehrpersonal und unser Klima
Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie teilt mit:
Nordrhein-Westfalen macht die Schulen im Rheinischen Revier fit für die Zukunft – jetzt auch in Würselen. An der Wurmtal-Grundschule im Stadtteil Scherberg werden die Gebäude aus den 1950er Jahren bis 2028 auf den energetisch neuesten Stand gebracht. Dafür erhält die Kommune rund 8,7 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „REVIER.GESTALTEN – Energetische Sanierung kommunaler Gebäude“. Mit dem Programm unterstützen Bund und Land Kommunen im Rheinischen Revier dabei, ihre Gebäude klimagerecht zu sanieren.
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Ein starkes Revier braucht eine zukunftsfähige öffentliche Infrastruktur. An der Wurmtal-Grundschule in Würselen entsteht ein modernes Umfeld, in dem Schülerinnen und Schüler gerne lernen, kreativ sein können und sich einfach wohlfühlen. Dank der energieeffizienten Sanierung von Klassenräumen, Schulhof und Turnhalle spart die Kommune zugleich Kosten und leistet einen spürbaren Beitrag zu mehr Klimaschutz vor Ort. Das ist ein echter Gewinn für Kinder, Eltern, Lehrpersonal, Gemeinde und unser Klima.“
Roger Nießen, Bürgermeister der Stadt Würselen: „Diese Förderung für die energetische Sanierung unserer Grundschule Scherberg ist ein klares Signal: Der Strukturwandel im Rheinischen Revier wird konkret. Dieses Projekt steht exemplarisch für das, was wir erreichen können: Infrastruktur, die nicht nur heute, sondern für Generationen fit für die Zukunft ist. Eine Schule, die ihre Schüler in modernen Räumen unterrichtet, mit erneuerbaren Energien versorgt wird und CO₂ einspart – das ist der Strukturwandel, den wir brauchen.“
Bis 2028 soll die umfassende Sanierung der Wurmtal-Grundschule mit acht Klassenräumen, dem großen Schulhof und der Turnhalle abgeschlossen sein. Zu den Maßnahmen zählen die Dämmung der Gebäudehülle, der Austausch von Fenstern und Türen, die Erneuerung der Heizung in Verbindung mit erneuerbaren Energien sowie die Installation einer dezentralen Lüftungsanlage.
Hintergrund
Bund und Land unterstützen die nachhaltige Transformation des Rheinischen Reviers im Zuge des Kohleausstiegs mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 593 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 2,8 Milliarden Euro bewilligt.
Einer der Schwerpunkte der Strukturpolitik im Rheinischen Revier ist die Entwicklung der Region zum klimaneutralen Energie- und Industriestandort. Ein energieeffizienter Gebäudebestand ist ein zentraler Baustein auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft. Mit dem Förderprogramm „REVIER.GESTALTEN – Energetische Sanierung kommunaler Gebäude“ unterstützen Bund und Land die Kreise, Städte und Gemeinden im Rheinischen Reviers dabei, ihre Gebäude energetisch zu modernisieren. Beantragt werden kann eine ganzheitliche Sanierung oder die Umsetzung von Einzelmaßnahmen.
Zum Förderprogramm: https://www.rheinisches-revier.de/foerderwegweiser/foerderprogramm-energetische-sanierung-kommunaler-gebaeude
