Seit dem Wasserrohrbruch auf der Hauptstraße im Oktober 2025 ist aufgrund der notwendigen Sperrung eine umfangreiche Umleitungsregelung erforderlich. Nach den bisherigen Erfahrungen sowie zahlreichen Rückmeldungen von Seiten der Bürgerinnen und Bürger, so unter anderem beim Infoabend am 2. März, wird die Verkehrsführung für den verbleibenden Zeitraum der aktuellen Tiefbaumaßnahme nun angepasst.
Die Stadt Würselen wird daher ab Freitag, 27. März, eine versuchsweise veränderte Verkehrsführung einführen. Diese gilt zunächst bis zur voraussichtlichen Fertigstellung der Arbeiten Anfang Mai 2026.
Ziel der Anpassung ist es, die Verkehrsströme innerhalb des Ortsbereichs besser zu verteilen, besonders belastete Straßenabschnitte zu entlasten und gleichzeitig die Erreichbarkeit im Quartier sicherzustellen.
Großräumige Umleitung bleibt bestehen
Für den überörtlichen Durchgangsverkehr bleibt die aktuelle großräumige Umleitung unverändert bestehen. Diese führt weiterhin über die K34 (Adolf-Lengersdorf-Straße):

Flankierend wird im Zuge der Umsetzung auch die Beschilderung dieser großräumigen Umleitung nochmals verbessert. Hierzu werden größere und besser wahrnehmbare Hinweistafeln aufgestellt, um den Durchgangsverkehr noch konsequenter auf die vorgesehene Route zu lenken. Nach wie vor gilt für die Ortslage ein Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen – ausgenommen sind Anlieger- und Zielverkehre.
Ergänzende kleinräumige Verkehrsführung im Testbetrieb
Zusätzlich wird innerhalb des Ortsgebiets eine angepasste Verkehrsführung erprobt:
In Fahrtrichtung Alsdorf (aus Richtung Aachen) wird der Verkehr neben der großräumigen Umleitung auch über Friedhofstraße, Feldstraße, Käthe-Kollwitz-Straße, Dürerstraße, Eifelblick, Eschweilerstraße, Nassauer Straße und Jülicher Straße geführt.
Die Buschstraße wird dabei als Einbahnstraße in Fahrtrichtung Friedhofstraße eingerichtet.
Auch Teile der Käthe-Kollwitz-Straße und Feldstraße werden als Einbahnstraßen ausgewiesen, um den Verkehrsfluss zu ordnen und Begegnungssituationen zu reduzieren.
In Gegenrichtung (aus Richtung Alsdorf nach Aachen) erfolgt die Führung neben der großräumigen Umleitung auch über Grüner Weg, Lessingstraße und Schillerstraße. Von dort wird der Verkehr als Einbahnverkehr über Helleter Feldchen entweder zur Parkstraße oder zur Schulstraße geleitet.
Die Parkstraße wird hierfür zwischen Hauptstraße und Helleter Feldchen wieder geöffnet.
Die Schulstraße wird als Einbahnstraße geführt, insbesondere zur Entlastung des Bring- und Holverkehrs im Schulumfeld.

Testphase zur Gewinnung wichtiger Erkenntnisse
Die neue Verkehrsführung folgt dem Prinzip einer sogenannten Zirkulationslösung. Ziel ist es, den Durchgangsverkehr besser zu steuern und sensible Wohnbereiche nicht einseitig zu belasten.
Die Maßnahme ist ausdrücklich als befristeter Praxistest angelegt. Im Fokus stehen dabei unter anderem:
- die tatsächliche Routenwahl des Verkehrs,
- die Belastung einzelner Straßen,
- die Situation im Umfeld von Schule und Spielplatz,
- das Parkverhalten,
- die Einhaltung der neuen Regelungen.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Planung der weiteren, voraussichtlich länger andauernden Sanierung der Wasserleitung einfließen.
Bewusster Umgang mit Herausforderungen
Die Stadt weist darauf hin, dass auch diese Lösung nicht frei von Nachteilen ist. Verkehrsströme werden innerhalb des Orts verlagert, Wege können länger werden und einzelne Bereiche – insbesondere im Umfeld sensibler Nutzungen wie Schule und Spielplatz – können stärker belastet werden.
Umso wichtiger ist eine aufmerksame Beobachtung während der Testphase sowie eine enge Rückkopplung mit der Bürgerschaft.
Stadt bittet um Verständnis und Mitwirkung
Die Stadt Würselen bittet alle Verkehrsbeteiligten um Verständnis für die weiterhin bestehenden Einschränkungen sowie um besondere Aufmerksamkeit im Straßenverkehr.
Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind ausdrücklich erwünscht und werden in die weitere Bewertung einbezogen.
