Pressemitteilung Tierheim & Tierschutzverein für die StädteRegion Aachen e.V. vom 31.03.2026
„Den Besitzern von Freigängerkatzen und -katern ist häufig nicht bewusst, wie sehr sie ihrer Mieze schaden, wenn diese nicht kastriert ist“, weiß Marlies Bungert, Tierschutzbeauftragte im Aachener Tierschutzverein und Leiterin der Katzenfanggruppe des Tierheims. Kater zeugten auf ihren Streifzügen Nachwuchs und könnten sich sowohl beim Geschlechtsakt als auch bei den Revierkämpfen zuvor mit teils tödlich endenden Infektionskrankheiten anstecken. Bei unkastrierten Hauskatzen seien die Probleme mitnichten geringer, kommen sie geschwängert nach Hause. Die Aufzucht der Kleinen sei zeitaufwändig und teuer. Eine vermeintlich teure Katration abzulehnen könne also letztlich mit vielfach höheren Kosten verbunden sein, so die Erfahrung der Aachener Tierschützerin.
Viel Elend auf der Straße
Doch auch für die hohe Straßenkatzenpopulation in der gesamten StädteRegion seien unkastrierte Freigängerkatzen die Hauptursache. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Aachener Tierschutzverein erneut sehr viele Meldungen über höchstwahrscheinlich ausgesetzte Katzen, die sich letztlich als weder kastriert noch registriert und häufig schon trächtig herausstellten. Das Fang-Team des Aachener Tierheims wird beständig zur Hilfe gerufen, um kranke und verletzte Straßenkatzen oder überforderte und schwache Mütter mit ihren Kitten einzufangen und zu versorgen.
Erfolgreiche erste Kampagne
Daraufhin entschlossen sich die Tierschützer im Oktober zur Durchführung einer Katzenkastrationskampagne unter dem Motto „Besser für die Katz!“. Durch die Zusammenarbeit mit vielen Tierarztpraxen in der Region konnten 224 Kastrationen gezählt werden. Die mitwirkenden Tierärzte erklärten sich bereit, die Kastration zum einfachen Satz der Gebührenordnung abzurechnen. Außerdem wurde kostenlos einen Mikrochip unter das Fell der Mieze gesetzt und das Tier bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, registriert. Für Geringverdiener bot der TSV zusätzlich einen Gutschein von 50€ als Zuschuss für die Kastration an.
Nächste Aktion im April
Diese erfolgreiche erste Kastrationskampagne soll nun vom 13. April bis zum 8. Mai in die zweite Runde gehen. Insgesamt zählen elf Tierärzte zum Kreis der Unterstützer. Auch in diesem Jahr können sich Bedürftige mit einem Nachweis über den Bezug von Bürgergeld, Grundsicherung, Wohngeld oder eine geringe Rente beim Aachener Tierheim melden, um eine Unterstützung für die Kastration ihrer Samtpfote zu erhalten. Alle Informationen sowie eine Liste aller teilnehmenden Tierärzte sind unter www.tierschutzverein-aachen.de zu finden.

