Gleichstellung

Bank als starkes Zeichen „Keine Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ 

Der 25. November ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“, so Silke Tamm-Kanj, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Würselen.  Als starkes Zeichen haben die Gleichstellungsbeauftragte gemeinsam mit Frauen des Vereins „Türöffner e.V.“ eine Bank orange angestrichen und mit den aussagekräftigen Zeilen „STOPP -Kein Platz für Gewalt an Frauen & Mädchen“ versehen.

Bei den orangen Bänken handelt es sich um eine Aktion der UN-Kampagne „Orange the World“. Die Farbe Orange ist eine Signalfarbe der UN Vereinten Nationen für den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und steht symbolisch für eine gewaltfreie Zukunft. 

„Die Bank steht vor dem Eingang zum Türöffner e.V. Damit Frauen sich jederzeit die Telefonnummern von Beratungs- und Hilfestellen abrufen können, ist auf der Bank eine Metallplatte mit der Telefonnummer des bundesweiten Hilfetelefon (116 016) und ein QR-Code angebracht worden. Dieser QR-Code führt zur Internetseite der Gleichstellungsbeauftragten (https://www.wuerselen.de/rathaus-service/stadtverwaltung/gleichstellungsstelle/keine-gewalt-gegen-frauen-und-maedchen/).

Dieser QR-Code führt hilfesuchende Frauen und Mädchen auf eine Seite mit den Telefonnummern von Beratungsstellen in der Städteregion Aachen in folgenden Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch,Türkisch, Russisch, Ukrainisch, Persisch, Arabisch und Kurdisch.
 
„Kein Platz für Gewalt gegen Frauen*“ ist auf der orangenen Bank wörtlich zu nehmen. Das Frauenbüro der Hansestadt Lübeck hat vom Lübecker Stadtwald eine Bank fertigen lassen, die im wahrsten Sinne des Wortes dafür keinen Platz hat – denn die Rückenlehne der Bank läuft weiter – aber der weitere Sitzplatz fehlt.

Am Dienstag, 23. September 2025, stand die Bank in der Zeit von 11 bis 17 Uhr auf dem Lübecker Rathausmarkt und jede:r kann sich auf der Bank fotografieren lassen und damit sichtbar machen: Diese Gewalt muss beendet werden. Es geht darum, sich mit betroffenen Frauen und ihren Kindern zu solidarisieren. Mit dem Hashtag #luebeckwirdorange kann jede und jeder den Beitrag in den Sozialen Medien posten. Die Fotos waren dann am 25. November, dem internationalen Tag „Nein zu Gewalt gegen Frauen“ auf dem Instagram-Acount @luebeck_wird_orange zu sehen.

„Der 25. November ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“, so Sandra Birkoben, Mitarbeiterin im Frauenbüro, „aber diese Gewalt findet überall, mehrfach täglich, auch in Lübeck, statt. Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Problem, das wir gemeinsam lösen müssen. Die orangene Bank soll dies sichtbar machen und sensibilisieren. Zugleich verweist ein auf der Bank angebrauchter QR-Code auf das Lübecker Hilfenetzwerk für gewaltbetroffene Frauen.“

In der Bürgerschaftssitzung am 25. September wird der vom Frauenbüro erarbeiteter „Aktionsplan zur Umsetzung des Istanbul-Konvention“ beraten. Zahlreiche Einrichtungen aus dem Lübecker Hilfenetzwerk, verschiedenste Institutionen und die Stadtverwaltung haben daran mitgewirkt. Die Istanbul-Konvention ist das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Deutschland hat sich mit der Unterzeichnung verpflichtet, die Konvention umzusetzen. Um für das Thema zu sensibilisieren, kann die orangene „Wanderbank“ auch von anderen Institutionen oder Vereinen ausgeliehen werden. Näheres hierzu im Frauenbüro unter der Rufnummer (0451) 122-1615 oder per E-Mail unter frauenbuero@luebeck.de. 

Die UN griff im Jahr 1999 den 25. November offiziell per Resolution als Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen auf. Seitdem zeigen Menschen weltweit mit Aktionen und Kundgebungen ihre Solidarität mit betroffenen Frauen und Mädchen.

Geschlechtsspezifische Gewalt beginnt aber nicht erst mit einer Straftat, sondern vielmehr bereits im Alltag mit Sexismus sowie Beschimpfungen und endet mit Femiziden, der Ermordung von Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts und ist leider allgegenwärtig und fest in patriarchalen Strukturen verankert. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass weltweit ein Drittel alle Frauen mindestens einmal im Leben Opfer sexueller oder physischer Gewalt sind.