#WÜRSELENWISCHT

Würselener Schulen setzen Zeichen gegen Müll

Müllexperten in der Grundschule

Zum Auftakt der Aktion waren die Kinder der Sebastianusschule in die Aula/Stadthalle geladen. Enrico Jansen vom Städtischen Baubetriebshof lobte das ausdauernde Engagement der jungen Umweltschützer: „Es ist toll, dass ihr dabei seid! Ihr unterstützt unsere Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag draußen für Sauberkeit sorgen.“ Als Motivation winkt den fleißigsten Sammlern diesmal ein besonderer Preis: Ein schuleigener Kicker steht als Gewinn in Aussicht – und zum Auftakt an diesem Morgen schon auf der Bühne.

Die gesammelten Werke werden die ganze Woche über auf eine große Waage gestellt.

Unterstützung gab es auch von Nicole Lürken vom Zweckverband Entsorgungsregion West (ZEW). In einer anschaulichen Unterrichtsstunde lernten die Kinder, wo der Abfall hingehört:

  • Apfelkitschen wandern in die grüne Tonne.
  • Chipstüten gehören in den gelben Sack.
  • Glasflaschen müssen zum Container.
  • Papiertaschentücher sind ein besonderer Fall: Sie brauchen bis zu fünf Jahre, um in der Natur zu verrotten, und gehören daher in die schwarze Resmülltonne.

Die Stadt Würselen möchte den Einsatz der Kinder besonders belohnen.


„Für jeden Abfall gibt es zu Hause die passende Tonne. Und wenn man unterwegs ist, nimmt man das Bonbonpapier einfach wieder mit“, gab Lürken den Kindern als goldene Regel mit auf den Weg. Ein begleitender Film klärte zudem über die Arbeit der Müllabfuhr und die Gefahren von Plastik in der Umwelt auf

In Dreiergruppen zogen die Schülerinnen und Schüler los, um die Umgebung von achtlos weggeworfenem Unrat zu befreien. 

Mikroplastik: Eine Kreditkarte pro Woche?

Auch eine ältere Jahrgangsstufe des städtischen Gymnasiums war geladen. Der 7. Jahrgang setzte sich theoretisch wie praktisch mit der Problematik auseinander. Besonders eine Statistik schockierte die Jugendlichen: Rechnerisch nimmt jeder Mensch pro Woche Mikroplastik in der Menge einer Kreditkarte zu sich.
Die zentrale Erkenntnis der Schüler: „Die Plastikflasche von heute ist das Mikroplastik von morgen.“ Daher lautete das klare Fazit: Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht.

Ärmel hochkrempeln für die Umwelt

Nach der Theorie folgte die Praxis. In Dreiergruppen zogen die Schülerinnen und Schüler los, um die Umgebung von achtlos weggeworfenem Unrat zu befreien. Dabei galt höchste Vorsicht: Gefährliche Gegenstände wie Scherben blieben liegen – hier wurden die Erwachsenen informiert.

Die gesammelten Werke werden die ganze Woche über auf eine große Waage gestellt. Welche Klasse am Ende die Nase vorn hat und den Titel der „Müllsammel-Königinnen und -Könige“ sowie den Kicker gewinnt, wird am Freitag feierlich bekannt gegeben.