Aktuelle Maßnahmen der Stadt Würselen

Die Stadt Würselen setzt bereits zahlreiche Maßnahmen um, um die Folgen des Klimawandels aktiv zu begegnen und sich zukunftssicher aufzustellen.

Ein wesentliches Element ist die Teilnahme am European Climate Adaptation Award von 2021 bis Herbst 2025, in dessen Verlauf eine Klimawirkungsanalyse und ein Klimaanpassungsprogramm entwickelt wurden. Letzteres umfasst zentrale Maßnahmen wie die Ausarbeitung eines Hitzeaktionsplans, die klimaangepasste Sanierung von Schulen (in Umsetzung) oder die Entwicklung der kürzlich beschlossenen Freiflächengestaltungssatzung. Diese wird im Rahmen einer Öffentlichkeitskampagne zur Sensibilisierung der Bevölkerung noch vorgestellt werden.

Mit der neuen Freiflächengestaltungssatzung schafft Würselen klare Vorgaben zur Begrünung von Dächer, Fassaden und Vorgärten – ein wichtiger Schritt zu einem klimaangepassten Stadtbild. Weitere Begrünungsmaßnahmen werden im Rahmen des Projektes Buntes Band 2.0 (Umsetzungszeitraum 2025-2027) durch grüne Vernetzungslinien, klimaresiliente Bäume und Flächenentsiegelung realisiert. Die Stadt betreibt zudem seit 2023 ein klimaangepasstes Waldmanagement und gestaltet grüne Begegnungsräume wie den offenen Garten und den Waldspielplatz zu attraktiven Aufenthaltsorten - auch bei Hitze - um.

Außerdem unterstützt Würselen mit dem Fassadenprogramm bis Ende 2025 gezielt die Begrünung und gestalterische Aufwertung privater Fassaden und Dächer im Innenstadtbereich.

Zum Schutz der Gesundheit – insbesondere bei sommerlicher Hitze – wurden im Stadtgebiet Refill-Stationen (2025) und erste Trinkwasserspender (z. B. 2023 im Stadtgarten) eingerichtet. Weitere Standorte sind in Planung.

Bei intensiver Hitze spielt die Entsiegelung und Rückgewinnung natürlicher Strukturen eine zentrale Rolle. So wurde z. B. der Parkplatz hinter dem alten Rathaus im Juni 2025 entsiegelt, um eine mind. 100m² Blühwiese anzulegen und die Innenstadt bei Hitze und Extremniederschlägen zu entlasten.

In der Bauleitplanung ist Klimaanpassung ebenso fest verankert. Besonders hervorzuheben sind größere Stadtentwicklungsprojekte wie die Kronenhöfe, deren zuvor nahezu vollständig versiegelte Fläche zu einem klimafreundlichen Wohnquartier umgewandelt wird. Ein ebenso zukunftsweisendes Wohngebiet entsteht auf dem ehem. Kinkartz-Gelände. Der Gewinnerentwurf „Nachhaltig Wohnen mit Holz im Quartier Lambertz“ berücksichtigt vielfältige klimarelevante Aspekte wie ein integriertes Starkregenmanagement, gut vernetzte Grünzüge und eine öffentlich zugängliche Obstbaumwiese.

Auch bei Umbauten wird Klimaanpassung mitgedacht: Bei der Umgestaltung der Grundschule Scherberg werden z.B. klimaangepasste Baumarten gepflanzt, versickerungsfähige Fugen verwendet, ein Wasserspiel sowie eine Lüftungsanlage mit Nachtrückkühlung installiert und die Turnhalle mit einem Retentionsdach begrünt.

Stand: 25.07.2025