Hintergrund der Tat war ein eskalierter Sorgerechtsstreit. Der Tatverdächtige hatte die Einrichtung im Rahmen eines offiziellen Hilfeplangespräches betreten und dort unvermittelt das Feuer eröffnet. Unter den sechs Todesopfern befinden sich drei Angestellte der Jugendhilfeeinrichtung sowie drei Mitarbeitende des Jugendamtes der Region Hannover.
Jugendamt Würselen bekundet tiefe Anteilnahme
Die Nachricht, dass Kolleginnen und Kollegen im Rahmen ihrer alltäglichen Arbeit im Kinderschutz Opfer eines solch grauenvollen Gewaltverbrechens wurden, sorgt in Würselen für tiefe Erschütterung. In einer Erklärung betont Andrea Nießen, Leiterin des Würselener Jugendamtes, die Ohnmacht und die Trauer, die das gesamte Team erfasst haben. „Wir sind in Gedanken und im tiefen Mitgefühl bei allen Familien, Angehörigen und Freunden der Opfer, die diesen unermesslichen Verlust ertragen müssen“, sagt Nießen. „Gleichzeitig empfinden wir Solidarität den Kolleginnen und Kollegen in Stade und Hannover, die nun die schwerste Last der Aufarbeitung zu tragen haben.“
Die Tat von Stade hat in ganz Deutschland eine Debatte über die Sicherheit von Beschäftigten in sozialen Diensten und Jugendämtern entfacht. Mitarbeitende sind in Ausübung ihres staatlichen Schutzauftrages für Kinder und Familien nicht selten erheblichen psychischen und physischen Risiken ausgesetzt.
