RATHAUS

Stadt Würselen verlegt Defibrillator an die Rathaus-Außenfassade 

Petra Gellin, Koordination Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz, und Dirk Wolff, städtisches Gebäudemanagement, haben den Defibrillator an der Außenwand des Rathauses auf dem Morlaixplatz in Betrieb genommen.

In der letzten Woche ist das Gerät offiziell an seinem neuen, barrierefreien Standort in Betrieb. Damit ist der Lebensretter ab sofort 24 Stunden am Tag für alle Bürgerinnen und Bürger frei zugänglich.

Bislang war der Defibrillator im Innenbereich des Rathauses installiert und somit nur während der regulären Öffnungszeiten der Verwaltung erreichbar. Da medizinische Notfälle wie ein plötzlicher Herzstillstand jedoch jede Sekunde und an jedem Wochentag eintreffen können, hat sich die Stadtverwaltung für eine barrierefreie Umplatzierung entschieden. Der neue Standort direkt vor dem Rathaus ist gut sichtbar, zentral gelegen und wettergeschützt.

Den entscheidenden Impuls für dieses Umdenken gab unter anderem die regionale Initiative „Region Aachen rettet“ (regionaachenrettet.de). Diese hat in den vergangenen Monaten intensiv für eine flächendeckende Verfügbarkeit von öffentlich zugänglichen Defibrillatoren sensibilisiert und aufgezeigt, wie wichtig eine lückenlose Rettungskette ist.

„Im Ernstfall zählt jede einzelne Sekunde. Ein Defibrillator im Gebäude schützt unsere Mitarbeitenden und Besucher während der Dienstzeiten, hilft aber niemandem, wenn das Rathaus am Wochenende geschlossen ist“

sagt die Verantwortliche im Rathaus, Petra Gellin. 

„Inspiriert durch die wichtige Aufklärungsarbeit von ‚Region Aachen rettet‘ war für uns schnell klar: Dieses lebensrettende Gerät gehört in den öffentlichen Raum, wo es rund um die Uhr Leben retten kann.“

Parallel zur physischen Verlegung wird das Gerät auch digital sichtbarer gemacht. Die Stadt Würselen meldet den Defibrillator offiziell an die StädteRegion Aachen, damit der Standort in das dortige Ersthelfer-System eingepflegt wird. Über die sogenannten „Corehelper“ (qualifizierte ehrenamtliche Ersthelfer, die bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand per App alarmiert werden) ist der Defibrillator ab sofort im System hinterlegt. Geht ein Notruf in der Leitstelle ein, sehen die Corehelper in der Nähe auf ihrem Smartphone sofort, dass am Würselener Rathaus ein rund um die Uhr einsatzbereiter AED zur Verfügung steht, und können diesen auf dem Weg zum Einsatzort direkt mitbringen.

Hintergrund zum Gerät (AED)

Die Bedienung des automatisierten externen Defibrillators ist denkbar einfach und von jedem Laien ohne Vorkenntnisse durchführbar. Nach dem Einschalten führt das Gerät den Helfer mittels klarer Sprachanweisungen Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess. Ein Stromstoß wird vom Gerät nur dann freigegeben, wenn tatsächlich ein lebensgefährliches Herzkammerflimmern vorliegt – eine Fehlbedienung oder versehentliche Schockabgabe ist somit technisch ausgeschlossen.

Möchten Sie mehr zum Projekt Corehelper erfahren? Wir haben mit einem Ehrenamtlichen gesprochen und das Interview im aktuellen Stadtmagazin veröffentlicht.