
Hitzeaktionsplanung
Die Sommer werden heißer – auch in Würselen. Längere Hitzeperioden belasten die Gesundheit, den Alltag und das Stadtklima. Deshalb erarbeitet die Stadt Würselen derzeit einen Hitzeaktionsplan (HAP), um sich systematisch auf die zunehmende Hitzebelastung vorzubereiten und die Bevölkerung besser zu schützen.

Was ist ein Hitzeaktionsplan?
Ein Hitzeaktionsplan ist ein kommunales Vorsorgekonzept, das festlegt, wie sich eine Stadt auf Hitzeereignisse vorbereitet und im Ernstfall handelt. Als Umsetzungsinstrument wird ein Maßnahmenkatalog entwickelt. Darin geht es unter anderem um:
- frühzeitige Warnung der Bevölkerung
- Schutz besonders gefährdeter Personengruppen
- Sensibilisierung für den richtigen Umgang mit Hitze
- kühlere Aufenthaltsräume im Innen- und Außenbereich
- langfristige Verbesserungen im Stadtklima durch Planung und Begrünung
Der Hitzeaktionsplan orientiert sich an Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Bundes und wird an die besonderen Bedingungen in Würselen angepasst.
Warum braucht Würselen einen Hitzeaktionsplan?
Auch in unserer Region nimmt die Zahl der sehr warmen Tage und Tropennächte zu. Besonders betroffen sind dicht bebaute und wenig begrünte Bereiche, in denen sich Gebäude und Straßen stark aufheizen und nachts nur langsam abkühlen.
Hitze ist nicht nur unangenehm, sondern auch ein Gesundheitsrisiko – insbesondere für:
- ältere Menschen
- Kinder und Schwangere
- Menschen mit Vorerkrankungen oder Behinderungen
- Wohnungslose und Personen in engen Wohnverhältnissen
- Menschen, die im Freien oder in heißer Umgebung arbeiten
Der Hitzeaktionsplan soll helfen, gesundheitliche Belastungen zu verringern, die Lebensqualität zu erhalten und die Stadt Schritt für Schritt klimaresilienter zu machen.
Wie wird der Hitzeaktionsplan erarbeitet?
Die Erstellung des HAP erfolgt in mehreren Schritten:
- Auswertung von Klimadaten und Analyse besonders betroffener Stadtbereiche
- Einbindung der Fachämter, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen
- Entwicklung konkreter Maßnahmen für Prävention, Information und Akuthilfe
- Abstimmung zu Zuständigkeiten und Abläufen im Hitzeereignis
- Aufbau eines Monitorings zur Überprüfung der Wirksamkeit
Ein wichtiger Baustein ist dabei die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.
Online-Befragung: Ihre Erfahrungen mit Hitze in Würselen
Damit der Hitzeaktionsplan praxistauglich ist, möchten wir Ihre Sicht einbeziehen. Im Rahmen der Erstellung führen wir eine Bürgerumfrage durch. Diese ist aktiv vom 27. April bis zum 17. Mai.
Wir möchten unter anderem wissen:
- Wo empfinden Sie die Hitze in Würselen als besonders belastend?
- Wo würden Ihnen Angebote wie Schattenplätze oder öffentliches Trinkwasser helfen, besser mit Hitze umzugehen?
- Wie möchten Sie am liebsten über gesundheitsgefährdende Hitzebelastung informiert werden?
Die Ergebnisse fließen direkt in die Maßnahmenplanung ein.
Zur Online-Umfrage gelangen Sie hier: Hitzecheck Würselen | Beteiligung NRW Stadt Würselen. Die Teilnahme ist anonym und dauert nur wenige Minuten.
