Das Würselener Rathaus vom Morlaixplatz aus fotografiert.

Verhalten in besonderen Gefahrenlagen

Verhalten in besonderen Gefahrenlagen

Extreme Wetterereignisse, Naturereignisse, technische Störungen oder andere außergewöhnliche Situationen können auf allen Ebenen zu Gefahrenlagen führen. Eine gute Vorbereitung und das richtige Verhalten im Ereignisfall helfen dabei Risiken zu reduzieren und Schäden zu begrenzen.

Auf dieser Seite finden Sie grundlegende Informationen zu verschiedenen Gefahrenarten sowie Hinweise zum richtigen Verhalten. Detaillierte Verhaltenstipps zu einzelnen Ereignissen sind auf den jeweiligen Themenseiten zusammengestellt.

Grundregeln im Ereignisfall

Unabhängig von der Art der Gefahrenlage gilt: 

  • Informieren Sie sich regelmäßig über amtliche Warnmeldungen und aktuelle Entwicklungen 
  • Befolgen Sie Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte
  • Meiden Sie Gefahrenbereiche und bringen Sie sich und andere nicht unnötig in Gefahr.
  • Unterstützen Sie – wenn möglich – hilfsbedürftige Personen in Ihrem Umfeld


Hinweise zur persönlichen Vorbereitung auf Krisensituationen finden Sie im Bereich „Vorsorge und Selbsthilfe“

Gefahren durch Naturereignisse

Naturereignisse können kurzfristig auftreten oder sich über längere Zeit entwickeln. Dazu zählen unter anderem Hochwasser, Starkregen oder Hitzeperioden. Je nach Intensität können Schäden an Gebäuden, Infrastruktur und Umwelt entstehen.

Extreme Wetterlagen treten zunehmend häufiger auf. Besonders relevant sind unter anderem: 

  • Hochwasser und Starkregen

    Starkregen kann innerhalb kurzer Zeit zu überfluteten Straßen, vollgelaufenen Kellern und lokalen Überschwemmungen führen. Hochwasser entwickelt sich häufig langsamer - kann aber größere Gebiete betreffen und länger anhalten. 

    Zur besseren Einschätzung der Gefährdung sowie bestehender Risiken erstellt die Bezirksregierung Köln für Hochwasserrisikogebiete Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten. Während die Hochwassergefahrenkarten (HWGK) mögliche Ausdehnung und Tiefe einer Überflutung abbilden, enthalten die Hochwasserrisikokarten (HWRK) Angaben über betroffene Schutzgüter. 

    Darüber hinaus ist auch der Schutz von Gebäuden ein wichtiger Bestandteil der Vorsorge. Weitere Informationen finden Sie hier.

    Weitreichende Informationen von Gefährdungsbereichen bis hin zum Gebäudeschutz finden Sie auch auf der Website der StädteRegion Aachen. Die Seite wurde in Zusammenarbeit aller städteregionsangehörigen Kommunen und der Städteregion erstellt. Die jeweiligen Ansprechpartner sind dort ebenfalls zu finden.

    ! Verhaltenstipps:
    • Verfolgen Sie Wetterwarnungen und amtliche Hinweise
    • Meiden Sie überflutete Straßen, Unterführungen und Gewässerbereiche
    • Betreten Sie keine überfluteten Keller oder Tiefgaragen – es besteht Lebensgefahr durch Strom oder Wasserdruck
    • Bringen Sie sich rechtzeitig in höher gelegene Bereiche
  • Hitze

    Langanhaltende Hitzeperioden können den menschlichen Körper stark belasten und insbesondere für ältere Menschen, Kinder oder gesundheitlich vorbelastete Personen gefährlich werden.

    Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Internetseite zur Hitzeaktionsplanung der Stadt Würselen.

    ! Verhaltenstipps:
    • Trinken Sie ausreichend Wasser
    • Vermeiden Sie körperliche Anstrengung in den heißesten Tagesstunden
    • Halten Sie Wohnräume möglichst kühl und schattig
    • Achten Sie auf ältere oder hilfsbedürftige Personen in Ihrem Umfeld


Technogene Gefahren 

Technogene Gefahren können durch technische Anlagen, industrielle Prozesse sowie Störungen oder Unfälle in der Versorgung, im Verkehr oder im Transportwesen entstehen. Dazu zählen beispielsweise:

  • Brände oder Explosionen
  • Unfälle mit Gefahrstoffen
  • Größere Verkehrs- oder Industrieunfälle
  • Störungen technischer Anlagen


! Verhaltenstipps:

  • Halten Sie Abstand zu Einsatzstellen
  • Achten Sie auf amtliche Warnmeldungen
  • Befolgen Sie Hinweise wie z.B. in Gebäuden bleiben, Fenster und Türen schließen oder bestimmte Bereiche meiden


Soziogene Gefahren

Soziogene Gefahren entstehen durch menschliches Verhalten oder gesellschaftliche Ereignisse. Dazu gehören beispielsweise:

  • Größere Schadenslagen mit vielen Betroffenen
  • Sicherheitsrelevante Ereignisse 
  • Gefahrenlagen bei großen Menschenansammlungen 


! Verhaltenstipps: 

  • Bewahren Sie Ruhe und behalten Sie Ihre Umgebung im Blick 
  • Folgen Sie den Anweisungen von Polizei und Sicherheitskräften
  • Verlassen Sie gefährdete Bereiche möglichst ruhig und geordnet


Störungen der Kritischen Infrastruktur

Kritische Infrastrukturen sind Einrichtungen und Systeme, die für das tägliche Leben unverzichtbar sind. Dazu gehören beispielsweise: 

  • Stromversorgung
  • Trinkwasserversorgung
  • Kommunikationsnetze
  • Gesundheitsversorgung
  • Verkehrssysteme


Störungen in diesen Bereichen können Auswirkungen auf viele Lebensbereiche haben. Ein Beispiel hierfür ist ein länger andauernder Stromausfall.

  • Stromausfall

    Ein Stromausfall kann unterschiedliche Ursachen haben – etwa technische Störungen, Unwetter oder Schäden an Versorgungsleitungen. Bei einem länger andauernden Stromausfall funktionieren viele gewohnte Systeme nur eingeschränkt oder gar nicht, beispielsweise: 

    • Beleuchtung und elektrische Geräte
    • Heizungsanlagen und Warmwasserversorgung
    • Telefon- und Internetanbindungen
    • Aufzüge, Ampelanlagen oder Teile der Wasserversorgung


    ! Verhaltenstipps: 
    • Prüfen Sie zunächst, ob nur Ihre Wohnung oder ein größeres Gebiet betroffen ist
    • Nutzen Sie Taschenlampen statt Kerzen, um Brandgefahr zu vermeiden
    • Schalten Sie nicht benötigte elektrische Geräte aus
    • Hören Sie Radio über Batterie oder Autoradio, um aktuelle Informationen zu erhalten
    • Öffnen Sie Kühlschrank und Gefriertruhe möglichst selten
    • Helfen Sie bei Bedarf älteren oder hilfsbedürftigen Nachbarn