Das Projekt Forschungsflugplatz Würselen-Aachen nimmt weiter Formen an: Der einstige Verkehrslandeplatz wurde zum Forschungsflugplatz ertüchtigt, womit der Standort regional, überregional und transnational mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Mit dem ersten gestarteten Industriebauprojekt der traditionsreichen Aachener Misch- und Knetmaschinenfabrik (AMK) ist nun ein weiterer Meilenstein erreicht.
Neuer Standort soll schon bis Ende des Jahres bezugsfertig sein
Um sich ein Bild vom aktuellen Stand der Arbeiten zu machen, besuchten Würselens Bürgermeister Roger Nießen und Marvin Kouchen, Geschäftsführer der Aachener Kreuz Merzbrück GmbH & Co. KG, gemeinsam mit der Führungsspitze der AMK, Sofie und Karsten Vinbrüx, die Baustelle. Begleitet wurden sie von der Geschäftsführung der Firma Valeres, vertreten durch Jonas und Peter Schmelzer. Das Würselener Unternehmen hat das Projekt bereits geplant und ist jetzt auch mit der Umsetzung betraut. Dabei verfolgt Valeres ein ambitioniertes Ziel: Der neue, moderne Standort der AMK soll schon bis Ende des Jahres bezugsfertig sein. „Dieses Ziel werden wir auf jeden Fall halten“, bestätigt Jonas Schmelzer.
Vom Printenteig zur Hochleistungstechnologie
Die Wurzeln der Aachener Misch- und Knetmaschinenfabrik sind eng mit der Region verwoben: Ursprünglich konstruierte der Firmengründer Maschinen für die Aachener Printenproduktion. Heute ist das Portfolio technologisch hochspezialisiert. AMK fertigt komplexe Produktions- und Labormaschinen mit einem Fassungsvolumen von 1 Liter bis zu 4.000 Litern. „Deshalb ist für unseren Standort vor allem eine hervorragende Infrastruktur wichtig“, erklärt Sofie Vinbrüx. „Der innovative Charakter von Merzbrück bietet uns genau die Vorteile, die wir für unsere künftige Entwicklung benötigen.“
Effizienz durch Bündelung: Alles unter einem Dach
Bisher agiert das Unternehmen zweigeteilt: Während die Produktion in Düren angesiedelt ist, sitzt die Verwaltung am Aachener Kreuz. Auf dem neuen, 4.500 Quadratmeter großen Grundstück wird nun alles vereint. Der dreigeschossige Neubau bietet modernste Arbeitsplätze für die aktuell 23 Mitarbeitenden – mit klarem Blick nach vorn: In den kommenden Jahren soll die Belegschaft auf 30 Personen wachsen.
Cluster in Merzbrück ist der ideale Nährboden
Dass die Wahl auf den Aero-Park am Forschungsflugplatz Würselen-Aachen gefallen ist, liegt neben den optimalen Rahmenbedingungen des Standortes auch an der Zukunftsausrichtung des Unternehmens, rund 40 % der Neumaschinen sind nach Firmenangaben bereits heute für die Luft- und Raumfahrtindustrie bestimmt. Für Marvin Kouchen ist die Ansiedlung ein Bestätigungszeichen für das Gesamtkonzept: „Es zeigt, dass die Vision eines innovativen Gewerbe- und Forschungsstandortes Realität wird und neben großen Namen im Bereich Forschung und Entwicklung auch mittelständische Traditionsunternehmen angesprochen werden, welche die Luft- und Raumfahrt als Zukunftsmarkt für sich erschlossen haben. Das Cluster in Merzbrück ist der ideale Nährboden für innovativen Mittelstand, um Unternehmensperspektiven in diesem Bereich zu fokussieren und auszubauen.“
„Der Strukturwandel in unserer Region wird genau durch solche Entscheidungen greifbar. Am Forschungsflugplatz entwickelt sich ein Ort, an dem neue Technologien, starke Unternehmen und gute Arbeitsplätze zusammenkommen“, sagt Roger Nießen. „Dass ein derart traditionsreiches Unternehmen sich hier neu aufstellt und an unsere Region sowie an unsere Stadt bindet, freut mich ganz besonders.“