Wer sich mit Dieter Schöner unterhält, spürt sofort viel Lebensenergie. Man merkt schnell, dass er ein „alter Hase“ auf seinem Gebiet ist – jemand, der genau weiß, wovon er spricht. Doch hinter dieser geschätzten Expertise verbirgt sich eine persönliche Lebensgeschichte. Seit einem tragischen Ärztefehler im Jahr 2001 lebt er selbst mit einer Behinderung. Wo andere wohl den Mut verloren und verzweifelt wären, fand Schöner jedoch eine Kraft, die das Leben vieler Menschen in Würselen nachhaltig verändern sollte.
Nachdem Dieter Schöner im Jahr 2001 eine Behinderung erlitt, stand er vor einer veränderten Lebenssituation. In dieser Phase fehlten ihm geeignete Ansprechpartner und Orientierungshilfen. Diese persönliche Erfahrung motivierte ihn dazu, sich selbst aktiv zu engagieren. Sein Ziel ist es seither, Betroffenen in Würselen als verlässliche Anlaufstelle zur Seite zu stehen und sie in ähnlichen Situationen zu unterstützen.
Er vernetzte sich, baute Brücken und kämpfte sich in die einschlägigen Netzwerke hinein – immer mit dem klaren Ziel vor Augen, Barrieren im Alltag abzubauen und den Betroffenen eine unüberhörbare Stimme zu geben.
Man muss überhaupt keine Scheu haben. Das Wichtigste ist mir, dass jedes Gespräch, das wir führen, absolut vertraulich bleibt“, sagt Schöner über seine Arbeit. „Ich bin da, um zuzuhören, Sorgen zu teilen und gemeinsam echte Wege zu finden.
Ein Macher für die nächsten fünf Jahre
Und dieser unermüdliche Einsatz zeigt Wirkung. Dieter Schöner ist in Würselen als echter „Macher“ bekannt. Ob es um abgesenkte Bordsteine geht oder um die vielen kleinen, im Alltag oft unsichtbaren Hindernisse, die für Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte unüberwindbare Mauern darstellen: Schöner hat angepackt und vieles spürbar verbessert. Mit Stolz und Dankbarkeit blickt er auf die letzten 15 Jahre zurück, in denen sich die Situation in der Stadt merklich gewandelt hat.
Nun wurde er für weitere fünf Jahre in seinem Amt als Beauftragter für Menschen mit Behinderung bestätigt. Ein echter Segen für die Stadt, denn für Schöner bleibt trotz aller Erfolge noch viel „Luft nach oben“. Eines seiner aktuellen Herzensprojekte ist die Optimierung der behindertengerechten Zugänge und die uneingeschränkte Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Mobilität bedeutet schließlich Freiheit – und diese Freiheit steht jedem Menschen gleichermaßen zu.
Gemeinsam stark: Lob für Zusammenarbeit und ein neues Kapitel
Seinen Kampf führt Schöner nicht als Einzelkämpfer, sondern auf Augenhöhe mit der Politik und der Verwaltung. Er lobt die Zusammenarbeit mit den Vertretern der Stadt Würselen ausdrücklich: Hier sei in den vergangenen Jahren ein großes, spürbares Umdenken passiert. Barrierefreiheit wird nicht mehr nur als Pflichtaufgabe, sondern als wichtiges Grundrecht verstanden.
Hintergrund: Die Aufgaben eines Beauftragten für Menschen mit Behinderung
Die Aufgaben des ehrenamtlichen Beauftragten für Menschen mit Behinderung stehen in einer Satzung niedergeschrieben. Er vertritt leidenschaftlich und unabhängig die Interessen von Menschen mit Behinderungen. Zu den Hauptaufgaben gehören:
- Beratung von Politik und Verwaltung: Wichtige Impulse setzen für eine barrierefreie und inklusive Stadtplanung.
- Einsatz für Barrierefreiheit: Beseitigung physischer und kommunikativer Barrieren im öffentlichen Raum und an Gebäuden.
- Förderung von Inklusion & Gleichstellung: Gezielter Abbau von Benachteiligungen im täglichen Leben und im Beruf, damit alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Haben Sie ein persönliches Anliegen? Die Sprechzeiten von Dieter Schöner finden Sie direkt im Serviceportal der Stadt Würselen und unter wuerselen.de/behindertenbeauftragter. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird generell um eine vorherige Anmeldung gebeten. Für die Sprechzeiten am Mittwoch ist eine vorherige Anmeldung zwingend erforderlich. Jedes Gespräch wird selbstverständlich streng vertraulich behandelt.
