RATHAUS

Aktionstag für die Lebensrettung

In Deutschland erleidet alle fünf Minuten ein Mensch einen plötzlichen Herzstillstand. In diesen entscheidenden ersten Minuten hängt das Überleben meist nicht sofort vom eintreffenden Rettungsdienst ab, sondern von den Menschen in unmittelbarer Nähe. Um das Bewusstsein für die Laien-Reanimation zu stärken und Berührungsängste abzubauen, hat sich die Stadt Würselen im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ (21. bis 26. September 2026) mit einem eigenen, praxisnahen Aktionstag beteiligt.

Am Donnerstag, 24. September, verwandelte sich der Sitzungssaal des Rathauses in ein Trainingszentrum für den Ernstfall. Frau Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Anna Röhl, Chefärztin der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin RMK, hatte die Schulung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst angestoßen. In zwei voll besetzten Durchgängen zeigte sie eindringlich auf, wie einfach die lebensrettenden Handgriffe sind und wie wichtig Überwindung sowie Entschlossenheit im Notfall sein können.

Im Mittelpunkt stand das praktische Handanlegen: Den Teilnehmenden wurde die Laienreanimation nicht nur anschaulich erklärt, sondern sie trainierten den Ablauf an speziellen Übungspuppen mehrfach eigenständig. 

Die Stadtverwaltung ist in puncto Erste Hilfe bereits vorbildlich aufgestellt: Mit derzeit rund 160 ausgebildeten Ersthelferinnen und Ersthelfern über alle städtischen Liegenschaften hinweg verfügt Würselen über eine hervorragende Ersthelferquote. Der Aktionstag hat dieses Fundament nun noch einmal gestärkt, damit die Beschäftigten im Notfall – ob am Arbeitsplatz, in der Familie oder im Alltag – besonnen und entschlossen handeln können.