GLASFASER

Glasfaserausbau in Herzogenrath und Würselen: StädteRegion hat den Förderantrag beim Bund eingereicht

Pressemitteilung der StädteRegion Aachen vom 4. September 2026

Die Gesamtkosten für die Kommunen liegen bei rund 7,3 Millionen Euro. 50 Prozent dieser Kosten können durch den Bund gefördert werden, weitere 35 bis 45 Prozent durch das Land NRW. Der Restanteil verbleibt bei Herzogenrath und Würselen.

Bei der Förderung werden Adressen berücksichtigt, bei denen ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch Kommunikationsunternehmen meist unwirtschaftlich ist. Ursprünglich wollte die UGG in den beiden Kommunen eigenwirtschaftlich Glasfaser ausbauen. Nach dem Rückzug der Firma im Frühjahr 2026 drängte die Zeit, denn ein Förderantrag muss bis zum 15. September beim Bund eingereicht sein, um noch in das Programm aufgenommen zu werden. Die StädteRegion Aachen hatte unverzüglich die beiden Kommunen kontaktiert und vorgeschlagen, bei der Antragsstellung zu helfen. Deshalb haben sowohl die beiden Stadträte als auch der Städteregionstag eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, nach der die StädteRegion einen gemeinsamen Förderantrag stellt. Dieser konnte nun fristgerecht an diesem Freitag (4. September) beim Bund eingereicht werden. In den kommenden Monaten ist mit einer Entscheidung über den Antrag zu rechnen. Wenn die Förderung im „Graue-Flecken-Programm“ zugesagt wird, folgt die Ausschreibung der Maßnahmen und der genaue Zeitplan für den Ausbau kann abgestimmt werden. Es ist mit einem Umsetzungszeitraum von rund drei Jahren zu rechnen. 

Das war ein Kraftakt, den wir mit einer Punktlandung geschafft haben. Die Zeit war sehr knapp um den umfangreichen Förderantrag mit dem obligatorischen Markterkundungsverfahren zu finalisieren. Wir sind sehr froh, dass wir hier mit Hilfe aller Beteiligten zu so einem guten Ergebnis gekommen sind. Natürlich hoffen wir nun auch auf den Zuschlag, um möglichst alle Haushalte mit einem schnellen Internetanschluss ausstatten zu können

 zeigt sich Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier optimistisch.

Auch der Bürgermeister der Stadt Würselen, Roger Nießen, blickt jetzt in die Zukunft: 

Nach dem Rückzug der UGG war schnelles Handeln gefragt. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir gemeinsam mit Herzogenrath und der StädteRegion Aachen in kurzer Zeit einen Förderantrag auf den Weg bringen konnten. Jetzt hoffen wir auf eine positive Entscheidung des Bundes, damit wir die entstandenen Versorgungslücken schließen und den Glasfaserausbau in Würselen weiter voranbringen können.

Der Herzogenrather Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian ergänzt:

Der Glasfaserausbau ist eine zentrale Zukunftsaufgabe für Herzogenrath und die gesamte Region. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur stärkt unsere Wirtschaft, macht unsere Kommunen attraktiver und schafft wichtige Voraussetzungen für die Zukunft. Umso erfreulicher ist es, dass nach dem Rückzug der UGG nun schnell und gemeinsam über kommunale Grenzen hinweg gehandelt wurde. Mit dem eingereichten Förderantrag sind wir dem Ziel eines flächendeckenden Glasfaserausbaus ein großes Stück nähergekommen. Jetzt hoffen wir auf eine positive Rückmeldung des Bundes – damit der Ausbau möglichst bald starten kann.

Aktuell erfolgen parallel dazu auch noch eigenwirtschaftliche Ausbauten in den beiden Kommunen durch die Deutsche Telekom, insbesondere in Würselen-Mitte, Bardenberg und Broichweiden, sowie Herzogenrath in Merkstein und Kohlscheid-Klinkheide.