gedenkkultur

„We, the six million“: Lebenswege von Opfern der Shoah in Würselen

Sechs Millionen Menschen wurden während der Shoah ermordet. Hinter dieser Zahl stehen sechs Millionen individuelle Lebensgeschichten. Die Wanderausstellung „We, the six million – Lebenswege von Opfern der Shoah aus Nordrhein-Westfalen“ macht einige dieser Geschichten sichtbar und kommt im Oktober nach Würselen. Die Stadt, der jüdisch-christliche Arbeitskreis und die Volkshochschule Nordkreis Aachen zeigen die Ausstellung vom 2. bis 16. Oktober in der Pfarrkirche St. Sebastian.

Zur Eröffnung am Freitag, 2. Oktober, um 19 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Roger Nießen übernommen. Neben Pfarrer Rainer Gattys und Bürgermeister Nießen werden weitere Beteiligte zu Wort kommen. Die Eröffnung wird musikalisch begleitet.

„We, the six million“ erzählt anhand persönlicher Biografien vom Leben jüdischer Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Die Ausstellung richtet den Blick damit bewusst auf die einzelnen Menschen: auf ihre Familien, ihre Berufe, ihre Hoffnungen und ihre Lebenswege – und darauf, was ihnen durch die nationalsozialistische Verfolgung genommen wurde. Die Ausstellung gehört inzwischen zum Zehn-Punkte-Plan des Landes Nordrhein-Westfalen gegen Antisemitismus.

Bürgermeister Roger Nießen:

Erinnerungskultur lebt davon, dass wir Geschichte nicht nur als Zahl oder als Kapitel in einem Geschichtsbuch betrachten, sondern uns mit den Menschen dahinter beschäftigen. Die Ausstellung gibt den Opfern der Shoah ihre individuellen Geschichten zurück und leistet damit einen wichtigen Beitrag gegen das Vergessen und gegen Antisemitismus. Ich freue mich sehr, dass wir in Zusammenarbeit mit dem jüdisch-christlichen Arbeitskreis, der Kirche und der Volkshochschule Nordkreis Aachen ‚We, the six million‘ in Würselen zeigen können.

Ausstellung auch für Schulen geöffnet

Ein besonderer Schwerpunkt im Ausstellungszeitraum liegt auf der Arbeit mit Schulen. Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen können die Ausstellung im Rahmen von Führungen kennenlernen und sich mit den historischen Hintergründen und dem Thema Antisemitismus auseinandersetzen.

Projektleiterin Janine Gielis steht den Schulen schon jetzt zur Verfügung, um zu pädagogischen Möglichkeiten zu beraten und Termine für Führungen zu vereinbaren.

Öffnungszeiten und Programm im Ausstellungszeitraum

Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Ausstellung zu besuchen und Gruppenführungen zu terminieren. Im Ausstellungszeitraum gibt es ein begleitendes Programm:

Mittwoch, 7. Oktober 2026, 19 Uhr
"Jüdisches Leben - auch in Würselen"
Vortrag von Gabriele Eichelmann und Rolf Rüland

Freitag, 9. Oktober 2026, 19 Uhr
"Unikate" musikalischer Abend mit Harald Claßen zur Ausstellung

Sonntag, 11. Oktober 2026, 10 Uhr
Gottesdienst

Donnerstag, 15. Oktober 2026, 19 Uhr
"Die Macht der Bilder - antijüdische Kunst in Kirchen", Vortrag von Pfarrer Wolfgang Bussler, Verein für christliche Kunst im Erzbistum Köln und Bistum Aachen e.V.(VCK) 

Die Ausstellung kann jeweils zwei Stunden vor den Veranstaltungen und zwei Stunden nach den Gottesdiensten besucht werden. Führungen für Schulen und andere Gruppen können terminiert werden bei Janine Gielis (Mail: janine.gielis@gmail.com).

Aktuelle Informationen zur Ausstellung und zur Gedenkkultur in Würselen gibt es auf der städtischen Website unter wuerselen.de/gedenkkultur.


We, the six million PLAKAT - 1
Miriam Stickelmann


Kontakt

Miriam Stickelmann
Bürgermeisterbüro Stadt Würselen
Tel. 02405 67-1300
miriam.stickelmann@wuerselen.de

Janine Gielis
Projektleitung „We, the six million“
janine.Gielis@gmail.com
https://wethesixmillion.com/
www.instagram.com/wethesixmillion