UNIKATE – Musik, die im Augenblick entsteht
Jeder Mensch ist einzigartig. Jeder Lebensweg ist ein Unikat. Und manchmal gilt das auch für Musik.
Unter dem Titel „Unikate“ gibt der Würselener Musiker und Komponist Harald Claßen im Rahmen der Ausstellung „We, the six million“ ein einstündiges Konzert in St. Sebastian in Würselen.
Die Ausstellung erinnert anhand persönlicher Biografien an jüdische Menschen aus der Region, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ausgegrenzt, vertrieben und ermordet wurden. Sie gibt den Menschen hinter historischen Dokumenten Namen und Lebensgeschichten und trägt dazu bei, die Erinnerung an die Shoah lebendig zu halten.
Mit seinem Konzert setzt Harald Claßen einen eigenen musikalischen Akzent innerhalb dieses Rahmens.
Der Titel „Unikate“ ist dabei Programm: Zu hören sind ausschließlich eigene Kompositionen und freie Improvisationen. Ein Teil der Musik entsteht erst während des Konzerts – aus dem Moment, dem Raum und der Atmosphäre heraus. Was an diesem Abend erklingt, wird in genau dieser Form wahrscheinlich kein zweites Mal zu hören sein.
Da das Konzert in einer Kirche stattfindet, bezieht Harald Claßen auch Kirchenlieder in seine Improvisationen ein und lässt aus bekannten Melodien neue musikalische Gedanken entstehen.
So begegnen sich an diesem Abend Erinnerung und Gegenwart: Die Ausstellung bewahrt individuelle Lebensgeschichten vor dem Vergessen, während die Musik die Einzigartigkeit des Augenblicks hörbar macht.
„Unikate“ – Harald Claßen
9. Oktober 2027 | 19 Uhr | St. Sebastian, Würselen
Im Rahmen der Ausstellung: We, the six million
Die Stadt Würselen, der jüdisch-christliche Arbeitskreis und die Volkshochschule Nordkreis Aachen zeigen die Ausstellung vom 2. bis 16. Oktober in der Pfarrkirche St. Sebastian.
Die Ausstellung kann jeweils zwei Stunden vor den Veranstaltungen und zwei Stunden nach den Gottesdiensten besucht werden. Führungen für Schulen und andere Gruppen können terminiert werden bei Janine Gielis (Mail: janine.gielis@gmail.com).
Informationen unter "We, the six million"

